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Wermelskirchen
Kunst "zum Halten und Tragen" in Markt 9

Wermelskirchen. Der Kunstverein ruft ein neues Austauschprojekt mit anderen Künstlergruppen ins Leben - zum Auftakt: Atelierhaus 24. Von Bernd Geisler

Eine Premiere feierte der Kunstverein am Sonntag in seinen Ausstellungsräumen in Markt 9: Dem neu ins Leben gerufenen Austauschprojekt mit anderen Künstlergruppen gelang ein formidabler Auftakt mit der Künstlergruppe "Atelierhaus 24" aus Bergisch Gladbach. Zwar hatten die Wermelskirchener schon vorher außerhalb der Stadt Ausstellungen organisiert, doch jetzt geht's Zug um Zug. Ende November werden sie sich im Atelierhaus 24 im Technologiepark Bergisch Gladbach präsentieren.

"Wir schauen über den künstlerischen Tellerrand hinaus und können unseren Horizont erweitern", sagte Bernhard Schulte, Vorsitzender des Kunstvereins. Auch das Atelierhaus 24 betritt Neuland: "Wir sind zum ersten Mal im Norden des Kreises", sagte Beatrix Rey, die die Künstler aus Bergisch Gladbach vorstellte.

Sechs Frauen und ein Mann hatten sich vom Haus Markt 9 bei einem Besuch inspirieren lassen. Sie stellten eine Ausstellung mit extra dafür gefertigten Werken zusammen. "Dafür diskutierten wir im Café Wild bei leckerem Kuchen auch intensiv ein neues Thema", sagte Barbarin Giachin, Organisatorin aus Bergisch Gladbach. Das Fachwerk im Markt 9 mit seinen tragenden Elementen und den dadurch ins Auge fallenden Strukturen habe das ungefähre Format der Werke vorgegeben und die grundlegende Idee geliefert: Tragen und Halten. Nach weiteren Diskussionen stand das genaue Thema fest: "Ge-Tragen, Ge-Halten." "Wir haben es unter konkreten als auch spirituellen Gesichtspunkten dargestellt", sagte die Organisatorin. Das werde deutlich beim christlichen Symbol des Kreuzes: "Das Kreuz tragen - das Kreuz trägt" von Irene Ehlers und bei Barbara Giachins "Halt". Künstler Stefan Albus ("Und das alles trug uns") las einen Text vor, den er zum Thema geschrieben hatte. Es sei ein weit umspannendes Thema, sagte er. Die Begriffe "Tragen" und "Halten" lieferten den Stamm für jede Menge Bedeutungen, wie etwa an-halten, er-halten, ge-halten, weg-tragen, ver-tragen, ab-tragen, aus-tragen. Kein Wunder, dass sich damit herrlich spielen lässt. So ist auch die Bandbreite der Exponate beachtlich.

Zwei Skulpturen - "Lebensbaum 2012" von Beatrix Rey und "Aquamarina" von Ilse Skriver - und 19 Malereien liefern viel Stoff fürs eigene Nachdenken. Die Ausstellung dauert bis Sonntag, 18. September, mittwochs, sonntags, 15 bis 17 Uhr.

Quelle: RP
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