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Wermelskirchen
Letzter Abschluss der Pestalozzischule

Wermelskirchen. 25 Jugendliche bilden den letzten Abschlussjahrgang unter dem Schulnamen "Kompetenzzentrum Pestalozzischule". Von Stephan Singer

Wie manch anderer Abschluss-Schüler auch musste Stefanie Keil bei ihrer Rede während der Feier zur Zeugnisübergabe an den diesjährigen Abschlussjahrgang der Pestalozzischule die eine oder andere Träne wegdrücken: "Selbst wenn ich anfangs bei meinem Start hier etwas ängstlich war, bin ich heute sehr dankbar für die sechs tollen Jahre an dieser Schule. Hier wurde ich unterstützt und angenommen so wie ich bin." 25 Schüler - fünf Mädchen und 20 Jungen - bekamen von ihren Klassenlehrern Kathrin Wegener, Anja Bommert und Henning Beeres sowie der scheidenden Schulleiterin Heike Holzki ihre Zeugnisse überreicht. Zwei Schüler schafften den Hauptschulabschluss der neunten Klasse, vier den 10 A. Einen 10B-Abschluss, also einen Realschulabschluss, erreichten fünf Schüler - zwei davon mit Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe.

"Einige Schüler haben eine Ausbildungsstelle gefunden, andere überbrücken ein Jahr im Bundesfreiwilligendienst. Viele gehen zum Berufskolleg und streben einen nächsthöheren Abschluss an", blickte Beeres in die Zukunft. Holzki lobte den Jahrgang als einen "besonderen", was nicht nur dahergesagt sei, da jeder Abschlussjahrgang tatsächlich anders in Erinnerung bleibe: "Ihr seid der letzte Jahrgang, den ich an dieser Schule offiziell verabschiede. Ihr seid ein Jahrgang mit guten Noten, mit stressigen, aber erfolgreichen Abschlussprüfungen. Es war und ist mir eine große Freude, dass ihr mein letzter Abschlussjahrgang seid!"

Für die Elternschaft sprach Babette Schluck im Pädagogischen Zentrum der Pestalozzischule: "Wie gut, dass es diese besondere Schulform mit diesen engagierten Lehrern gibt. Heike Holzki ist eine Schulleiterin mit Herz und Verstand und mit einem tollen Team im Rücken, wir Eltern durften uns immer als Teil dieses Teams fühlen. Ich kann nicht nachvollziehen, dass diese gute Konzeption jetzt durch eine neue Regelung ausgetauscht wird." Alexander Langguth beendete seine Schullaufbahn mit 10B-Realschulabschluss: "Ich habe mich jahrelang dafür geschämt, dass ich ein Förderschüler bin. Jetzt, wo ich keiner mehr bin, bin ich dank der tollen Zeit hier stolz darauf!"

Quelle: RP
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