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Wermelskirchen
Lieferservice für Senioren - Beirat erstellt Broschüre

Wermelskirchen. Viele Senioren, aber auch Menschen mit Behinderungen sind in ihrem Alltag eingeschränkt. Einfachste Dinge - Friseurbesuch, Einkauf oder der Gang ins Bekleidungsgeschäft - können sie teilweise ohne Unterstützung nicht mehr bewältigen. Der Seniorenbeirat möchte daher Angebote der ortsansässigen Händler und Dienstleister, die ihren Kunden Hol- und Bringdienste anbieten, in einer Broschüre bündeln.

"Bietet der Einzelhandel einen Lieferservice an?" - unter diesem Thema stand eine Umfrage im Wermelskirchener Einzelhandel, die der Seniorenbeirat im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht hatte. Werner Allendorf, Vorsitzender des Beirats, stellte in der jüngsten Sitzung erste Ergebnisse vor. Etwa 50 Geschäfte, Banken und Apotheken haben sich an der Umfrage beteiligt. Der Lieferservice werde angeboten, jedoch zu unterschiedlichen Bedingungen, erläuterte Allendorf.

Teilweise sei die Lieferung kostenlos, einige Händler würden eine Pauschale verlangen, andere nach Kilometern abrechnen. "Wir haben eine Liste mit allen Angeboten zusammengestellt", sagte Allendorf. Diese soll zeitnah auf die Internetseite des Seniorenbeirats gestellt werden. Zudem plant der Beirat in Kooperation mit dem Stadtmarketingverein "WiW" eine Informationsbroschüre zu diesem Thema. Allendorf: "Diese wird dann im Stadtgebiet in den Geschäften verteilt."

Nach der Kritik des Beirats wegen der Parksituation an der Dhünner Straße gibt es noch keine für den Beirat zufriedenstellende Lösung. Dort fehlen immer noch Markierungen und Beschilderungen rund um die Bushaltestelle. Immerhin: "Hier sind Gespräche mit der Verwaltung für Juni 2017 geplant", sagte Allendorf.

An der Verkehrssituation am Neuenweg in Dhünn, die der Beirat im Februar ebenfalls kritisiert hatte, wird sich hingegen nichts ändern. In der Wohn- und Anliegerstraße müssen sich Fußgänger und Autofahrer weiterhin die Flächen teilen. Wie Christiane Beyer von der Stadtverwaltung mitteilte, hatte es dort 2013 und 2014 Kontrollen und sogar Videoaufnahmen gegeben. Beyer: "Es hat keine problematischen Situationen gegeben. Änderungen sind nicht vorgesehen."

Auch Beschwerden von Senioren über den teilweisen schlechten Zustand der Fußwege rund um dem Seniorenpark "carpe diem" an der Adolf-Flöring-Straße hat der Beirat aufgegriffen. "Wir sind mit der Verwaltung im Gespräch", betonte Allendorf. "Die betroffenen Wege sollen in diesem Jahr ausgebessert und asphaltiert werden."

(wsb/ser)
 
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