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Wermelskirchen
Lindner: Krankenhaus vor Ort von Einsparung betroffen

Wermelskirchen. Christian Lindner, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion und Abgeordneter des Rheinisch-Bergischen Kreises, kritisiert die absehbaren Folgen des geplanten Krankenhausstrukturgesetzes, das derzeit auf Bundesebene parlamentarisch beraten wird. "Wenn das Gesetz so verabschiedet wird, droht mittelfristig eine massive Schließungswelle bei Kliniken in NRW", befürchtet Lindner. Auch das Krankenhaus Wermelskirchen würde laut Lindner durch die geplanten Änderungen finanziell unter Druck geraten, da gerade erfolgreiche Kliniken von den vorgesehenen erweiterten Abschlägen betroffen seien. Zudem könnten Tarifsteigerungen beim Pflegepersonal über die Vergütungen nicht gegenfinanziert werden. Deshalb sei es überaus perfide, dass die Große Koalition in Berlin öffentlich äußere, mit dem Gesetz für mehr Qualität an Krankenhäusern zu sorgen und den Pflegekräftemangel bekämpfen zu wollen. Lindner: "In Wirklichkeit wird die Arbeitsbelastung für die Pflegekräfte zunehmen und die Qualität eher leiden."

Derzeit stellt das Land etwa 500 Millionen Euro für die Kliniken zur Verfügung gestellt. Um die Investitionslücken zu schließen, wäre nach Expertenmeinung mindestens der doppelte Betrag nötig. Die FDP hat eine "Kleine Anfrage" an die Landesregierung gestellt, um die Auswirkungen der geplanten Neuregelungen zu hinterfragen. "Wir müssen handeln", betont Lindner, "damit eine hochwertige Gesundheitsvorsorge, wie sie auch im Krankenhaus Wermelskirchen angeboten wird, erhalten werden kann".

(ser)
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