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Wermelskirchen
"Medimobil" kommt nach Wermelskirchen

Wermelskirchen: "Medimobil" kommt nach Wermelskirchen
Das "Medimobil" macht Station in Wermelskirchen. FOTO: Lions-Club
Wermelskirchen. Das "Medimobil" ist ein ehemaliger Rettungswagen und in vielen Großstädten, unter anderem in Remscheid oder Wuppertal, im Einsatz. Der Verein Lions-Club Wermelskirchen-Wipperfürth organisiert und sponsert diese Einsätze.  Von Walter Schubert

"Das Fahrzeug kommt an Orten zum Einsatz, wo sich Obdachlose, Drogenabhängige und Menschen ohne Krankenversicherung aufhalten", erklärt Ulrich Gräfe vom Lions-Club. Das "Medimobil" ist mit ehrenamtlichen Ärzten aus der jeweiligen Stadt besetzt. "Untersuchungen sind möglich, kleinere Wunden werden behandelt und Impfungen werden durchgeführt", sagt Gräfe über die Einsatzmöglichkeiten. Zum Lions-Club gehören die Städte Wermelskirchen, Hückeswagen, Wipperfürth und Radevormwald. Gräfe: "Für unseren Test haben wir Wermelskirchen als größte Stadt ausgesucht." Sozialdezernent Jürgen Graef hält den Einsatz für lobenswert, sieht aber für Wermelskirchen keinen direkten Bedarf. "Auch wenn es in der Öffentlichkeit manchmal nicht so aussieht, haben alle, die sich an bestimmten Punkten in der Stadt treffen, einen Unterbringungsplatz", sagt er. "Und wer einen Wohnsitz hat, hat in der Regel auch eine Versicherungskarte."

Das "Medimobil" wird in diesem Monat an drei Tagen (mittwochs, 10., 17. und 31. Mai) neben der "Tafel" Vorm Eickerberg aufgestellt - jeweils von 14 bis 16.30 Uhr ist das Mobil im Einsatz. Zu den Öffnungszeiten der "Tafel" werden Handzettel verteilt, um für das Angebot zu werben. "Wir unterstützen natürlich diese Aktion", sagt Brigitte Krips, Vorsitzende der "Tafel". Sie sieht durchaus einen möglichen Bedarf. "Es könnte ja sein, dass im Rahmen der Flüchtlingssituation Personen in Wermelskirchen sind, die hier zu Besuch sind und nicht erfasst wurden", sagt sie.

Auch ehemalige Selbstständige, die früher privat versichert waren, könnten zur Zielgruppe gehören, da eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse schwierig ist. "Es gibt durchaus eine Personengruppe, die durch negative Lebensumstände durch das Raster gefallen sind", sagt Krips. "Wir müssen sehen, wie es angenommen wird", ergänzt Gräfe. "Die drei Termine im Mai sind ein Test. Danach entscheiden wir, ob es einen regelmäßigen Einsatz gibt". In Wermelskirchen werden auch Ärzte aus der Stadt ehrenamtlich im Einsatz sein.

Mi. 10./17./31. Mai, 14-16.30 Uhr, neben der "Tafel", Vorm Eickerberg.

Quelle: RP
 
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