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Wermelskirchen
Mediterranes Flair in der Wielstraße

Wermelskirchen: Mediterranes Flair in der Wielstraße
Farben, Material- und Pflanzenauswahl sorgen im Generationenpark für ein besonderes Ambiente. FOTO: Jürgen Moll
Wermelskirchen. Am 24. und 25. Juni sind bei den Tagen der Architektur 326 Objekte in NRW für die Besucher geöffnet. Zwei Projekte aus Wermelskirchen sind in diesem Jahr dabei: das Wielviertel und ein Fachwerkhaus samt Scheune in Dabringhausen. Von Vo Walter Schubert

"Architektur schafft Lebensqualität" lautet das Motto 2017 für die Tage der Besichtigung. Am 24. und 25. Juni sind 326 Objekte in NRW für Besucher geöffnet. Die Bandbreite der Objekte ist groß mit Neubauten, Sanierungen, An- oder Umbauten, Privat- oder Geschäftsgebäude, öffentliche Bauten, Garten- und Landschaftsgestaltung. Bauherren und Architekten können sich mit ihren Arbeiten bewerben. Eine Fachjury wählt dann die besten oder interessantesten Bauprojekte aus. Zwei Projekte aus Wermelskirchen sind in diesem Jahr dabei. In Dabringhausen, Kleine Ledder 1, wurde ein Fachwerkhaus mit Scheune aus dem 19. Jahrhundert saniert und eine Nutzungsänderung durchgeführt. (Besichtigung: 25. Juni von 12 bis 15 Uhr. Führung jeweils um 12, 13 und 14 Uhr).

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit ist das zweite Projekt entstanden, obwohl es frei zugänglich ist. Im Quartier Wielviertel oder "Generationenpark" des Bauvereins Wermelskirchen ist eine wunderbare Parkanlage entstanden. Umgeben von bestehenden und sanierten Häusern und dem Neubau liegt diese Anlage versteckt. Die mediterrane Farbauswahl der Häuser setzt sich in der Außenanlage fort. "Sowohl Farben als auch Material- und Pflanzenauswahl bieten ein smediterranes Flair", sagt Sven Berkey. Der Landschaftsarchitekt aus Grunewald hat dieses Konzept entwickelt. "Barrierefrei muss es sein, einfach zu pflegen und irgendetwas muss immer blühen", sagt er. Stauden, Gräser, Blütensträucher und säulenförmige Bäume in Verbindung mit hellen Pflastersteinen ergeben eine "Piazza" mitten in Wermelskirchen. Ein Treffpunkt für Jung und Alt, für die Bewohner aber auch für die Nachbarn. "Der Park ist ja frei zugänglich, und alle, die sich ordentlich benehmen, sind hier willkommen", sagt Berkey. Zurzeit blühen kräftig violette Globemaster, ein Zierlauch mit gut 15 Zentimeter Durchmesser. Holzstelen grenzen den Park zu einer Seite ab, in der Nacht sorgt eine indirekte Beleuchtung für ein stimmungsvolles Bild.

Entwickelte das Konzept für das Wielviertel: Sven Berkey. FOTO: Moll

"Wir haben sogar Schnittlauch und Rosmarin angepflanzt", sagt Berkey, "da können sich die Bewohner für ihre Küche etwas abschneiden". Die Beete sind zwar begrenzt aber nicht tot. "Unkraut gibt es nur als Wort aber nicht in der Natur. Es sind Wildkräuter", sagt der Landschaftsarchitekt, der kein Problem damit hat, wenn sich in den neuen Beeten auch mal ein Löwenzahn ansiedelt.

Baulich war dieser Park eine Herausforderung, denn schließlich befindet sich darunter die Tiefgarage. "Das Dach der Garage musste abgedichtet werden. Gleichzeitig ist aber für einen kontrollierten Wasserabfluss zu sorgen, und es muss genügend Erde zur Verfügung stehen, damit auch alles ordentlich wächst." Besucher, die zum ersten Mal die Anlage betreten, denken sicher an eine Ferienanlage und nicht an eine normale Wohnsiedlung. Und da das so gut gelungen ist, wird auch in diesem Stil weitergemacht.

"Weitere Häuser des Bauvereins werden saniert und modernisiert und dann soll diese Parkanlage erweitert werden und die Verbindungen schaffen zu den anderen Häusern", erklärt Berkey. "Richtig schön wird es in ein bis zwei Jahren. Dann sind die Gräser schön hoch." Aber ein Besuch lohnt auch heute schon. Die offizielle Besichtigung ist am 24. und 25. Juni jeweils von 11 bis 17 Uhr. Eine Führung gibt es jeweils um 13 und um 15 Uhr.

Quelle: RP
 
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