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Wermelskirchen
Mehr Jugendliche aktuell ohne feste Arbeitsstelle

Wermelskirchen. Die Zahl der Arbeitslosen in Wermelskirchen ist im Januar angestiegen. Wie die für Wermelskirchen zuständige Arbeitsagentur in Bergisch Gladbach in ihrem Arbeitsmarktbericht mitteilt, waren Ende Januar 1077 Wermelskirchener ohne feste Arbeitsstelle - das waren zehn mehr als noch Ende Dezember (plus 0,9 Prozent). Diese leichte Zunahme ist für die Arbeitsagentur aber keine Überraschung, sie spricht von einer "saisonüblichen" Entwicklung. Dazu tragen unter anderem die auslaufenden Ausbildungsverhältnisse (Frühjahrsprüfung) bei, die traditionell die Jugendarbeitslosigkeit vorübergehend ansteigen lassen. Von Sebastian Radermacher

"Wie im Januar üblich, ist die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen im Verhältnis stärker gestiegen", erläutert Thorsten Rolfsmeier, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit. Die auslaufenden Ausbildungsverhältnisse würden sich in den Arbeitsmarktstatistiken für Januar und Februar bemerkbar machen. "Die Erfahrung zeigt jedoch, dass diese jungen Menschen in spätestens 100 Tagen wieder eine Beschäftigung gefunden haben", meint Rolfsmeier.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften sei weiterhin hoch und liege in diesem Monat sowohl über dem Wert von November als auch über dem von Januar 2015.

Kreisweit ist die Entwicklung identisch, insgesamt ist die Arbeitslosigkeit im Januar gestiegen, nämlich um 306 Personen (3,5 Prozent) auf 9168. Dies sind allerdings 156 (1,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr. 1651 Frauen und Männer meldeten sich neu arbeitslos; dies sind 324 oder 24,4 Prozent mehr als im Dezember, aber 37 (2,2 Prozent) weniger als im Januar 2015. 1336 Personen meldeten sich aus der Arbeitslosigkeit ab. 434 Arbeitsuchende fanden wieder eine Stelle - dies sind 46 oder 11,9 Prozent mehr als im Vormonat und 9,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt kreisweit bei 6,3 Prozent, in Wermelskirchen beträgt sie 5,7 Prozent.

Für Wermelskirchen sind bei der Arbeitsagentur aktuell 180 freie Arbeitsstellen gemeldet, drei weniger als Ende Dezember, 42 mehr als vor einem Jahr. Das Angebot an freien Stellen lag kreisweit bei 1144, minus 71 oder 5,8 Prozent im Vergleich zum Dezember. Damit wurde jedoch der Vorjahreswert um 311 Stellen oder 37,3 Prozent überschritten.

Gesucht werden aktuell vor allem Arbeitnehmer im Handel, dem Gesundheits- und Sozialwesen, im Bau, dem verarbeitenden Gewerbe sowie in der Arbeitnehmerüberlassung.

Quelle: RP
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