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Wermelskirchen
Mehr Taxibuslinien ab dem 15. Dezember

Wermelskirchen: Mehr Taxibuslinien ab dem 15. Dezember
FOTO: Moll Jürgen
Wermelskirchen. Zum Fahrplanwechsel der RVK Köln am 15. Dezember wird in Wermelskirchen eine neue Taxibuslinie eingerichtet und zwei weitere Linien werden ergänzt. Grundlage für diese Erweiterung des ÖPNV-Angebots ist die Studie "Mobilitätssicherung und Sichere Mobilität älterer und mobilitätseingeschränkter Menschen" (Mosim), die die RVK und die Stadt Wermelskirchen initiiert haben.

Hauptbestandteil der Studie waren Gespräche und Befragungen von Senioren vor Ort. Sie sind ausgezeichnete Kenner der Mobilitätsstruktur, heißt es. Grundlage dafür waren Einzelinterviews, Gruppengespräche, eine Diskussionsrunde sowie Begehungen und eine Analyse kommunaler Strukturdaten. Herausgekommen ist ein umfassender Bericht, der die Situation des ÖPNV in der Stadt kritisch analysiert.

Anne Tekaat von der RVK fasste im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr die wichtigsten Erkenntnisse der Studie zusammen. Die Wermelskirchener Innenstadt habe ein gutes ÖPNV-Angebot, es gebe viele Buslinien. Auch der Bürgerbus (pro Jahr nutzen 8000 Fahrgäste dieses Angebot) sei ein Erfolgsmodell. Probleme mit der ÖPNV-Anbindung gebe es vor allem in den Außenortschaften - und das soll sich in Zukunft ändern.

Zunächst wird ab dem 15. Dezember ein Taxibus regelmäßig die Ortschaften Tente, Herrlinghausen und Löh anfahren. Zudem wird Emminghausen von einem Taxibus angefahren. Und auch die Taxibuslinie 240 wird erweitert - der Friedhof in Dabringhausen erhalte eine Haltestelle und werde ab dem Fahrplanwechsel für Menschen, deren Mobilität eingeschränkt ist, deutlich besser erreichbar sein, kündigte Anne Tekaat an. "Bislang war der Weg zum Friedhof für Menschen mit Rollator eine Herausforderung." Ob die neuen Linien von den Menschen genutzt werden, soll ein zweijähriger Testbetrieb zeigen.

Die Stadtverwaltung wird in nächster Zeit noch einige Bushaltestellen im Stadtgebiet umbauen, um die Situation vor allem für ältere Menschen zu verbessern, kündigte Harald Drescher (Tiefbauamt) an. Bürgermeister Rainer Bleek teilte den Politikern mit, dass die Stadt neues Mitglied im "Zukunftsnetz Mobilität NRW" sei. Es ist eine Hilfe für Kommunen, neue Wege für eine gesicherte Mobilität im ländlichen Raum zu gehen. "Wir erhalten viele nützliche Infos - und es entstehen uns keine Kosten", betonte Bleek.

(ser)
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