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Wermelskirchen
Mehr Übernachtungen im Bergischen

Wermelskirchen. Das Bergische Land wird bei Besuchern immer beliebter. Das belegen die neuen Zahlen der Naturarena Bergisches Land. Laut dieser Zahlen haben im ersten Halbjahr 2015 8,2 Prozent mehr Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis übernachtet. Landesweit stieg die Zahl der Übernachtungen im Schnitt nur um 2,8 Prozent. "Dieser Trend freut uns natürlich sehr", sagt Florian Leßke, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Tourismus.

Ein Grund für die positive Entwicklung sei die Erschließung neuer Rad- und Wanderwege. In den vergangenen Jahren sei ein Netz aus Qualitätswanderwegen entstanden. Zudem sei das neue Knotenpunktsystem der Radrouten sehr gut angekommen. "Durch diese Angebote locken wir mehr Besucher für Kurzurlaube an. Die bleiben dann auch gerne mal ein paar Nächte hier", erklärt Leßke.

Die Naturarena Bergisches Land weist jedoch auch darauf hin, dass die positiven Zahlen teilweise mit Vorsicht zu genießen seien. In manchen Kommunen gebe es einen hohen Anstieg ausländischer Gäste. "Das legt die Vermutung nahe, dass es sich dort um Asylbewerber handelt", sagt Matthias Derlin, Geschäftsführer der Naturarena. Diese Entwicklung bestätigt sich für Wermelskirchen nicht. "Asylbewerber werden hier nicht in Hotels, die noch in Betrieb sind, untergebracht", erklärt Leßke. Deshalb seien die statistischen Meldungen für Wermelskirchen unverfälscht.

Leicht spürbar sei hingegen die gesteigerte Bettenkapazität in Köln. Dort erhöhte sich die Kapazität schon 2014 um 14 Prozent, im ersten Halbjahr 2015 noch mal um fünf Prozent. Das "Überlaufen" Kölns erstrecke sich trotz höherer Zimmerpreise deshalb nicht mehr so oft bis nach Wermelskirchen. "Aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir unser Angebot immer mehr auf Touristen ausrichten", sagt Leßke. Besonders wichtig seien zudem die Geschäftskunden heimischer Industrie-Unternehmen. Diese würden oft und gerne in Wermelskirchen übernachten. Die Prognose für das zweite Halbjahr sieht gut aus. "Wir sind optimistisch, dass sich der Trend fortsetzen wird", sagt Derlin.

(kron)
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