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Wermelskirchen
Mehrzweckhalle ab 1. Oktober wieder frei

Wermelskirchen. Die Halle in Dabringhausen muss noch gereinigt werden. Die große Schuberthalle wurde Anfang der Woche freigegeben. Damit ist nur noch die Halle in Dhünn gesperrt - wie es dort weitergeht, entscheidet sich laut Stadt nächste Woche. Von Sebastian Radermacher

Die Mehrzweckhalle Dabringhausen kann bald wieder von Vereinen für Sportstunden oder sonstige Veranstaltungen genutzt werden. Wie Frank Kieseler, Leiter des städtischen Gebäudemanagements, auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt, plant die Stadt, die große Halle am 1. Oktober wieder offiziell freizugeben. Damit endet nach etwas mehr als einem Jahr eine für die Vereine belastende Situation.

Im September 2015 war die Halle gesperrt worden, da sie als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge hergerichtet werden musste. Die Dabringhausener Karnevalisten und die Organisatoren des Indoor-Weihnachtsmarktes mussten kurzerhand umplanen und sehen, wie sie ihre Veranstaltungen retten können. Auch die Sportvereine mussten umdisponieren und die plötzlich weggefallenen Hallenzeiten irgendwie auffangen. Mit großem Improvisationstalent - alle Betroffenen rückten noch enger zusammen und erarbeiteten Kompromisslösungen - schafften es die betroffenen Nutzer, den Wegfall der Mehrzweckhalle aufzufangen.

Umso größer wird jetzt die Freude bei ihnen sein. Vor allem die Dabringhausener Jecken sind froh, die Halle in der anstehenden Karnevalssession wieder nutzen zu können. "Wir freuen uns, mit unseren Veranstaltungen wieder nach Hause zu kommen. Das ist auch finanziell ein wichtiger Aspekt", sagt Andreas Posingies, Sprecher des Dabringhausener Festausschusses. Los geht's mit dem Herbstfest am Sonntag, 30. Oktober, im Foyer der Halle, bei dem das neue Dreigestirn der Öffentlichkeit präsentiert wird.

In der Mehrzweckhalle werden zurzeit noch einige Restarbeiten erledigt, die Grundreinigung läuft auf Hochtouren. Insgesamt hat der Rückbau reibungslos funktioniert. "Der Aufwand war allein schon deswegen nicht so groß, weil in der Mehrzweckhalle bereits Toiletten und eine Küche vorhanden waren und für die Erstaufnahemeinrichtung nicht extra eingebaut werden mussten", erklärt Kieseler. Die Schäden in der Mehrzweckhalle durch die Nutzung als Flüchtlingsunterkunft seien "nicht gravierend". Lediglich ein paar Türen mussten repariert und Wände neu gestrichen werden. Die Stadtverwaltung habe die betroffenen Vereine und übrigen Nutzer über die geplante Freigabe informiert. Kieseler: "Sie können dadurch jetzt ihre Veranstaltungen planen."

Die große Schuberthalle wurde am Montag offiziell freigegeben, Schulklassen (morgens) und Vereine (nachmittags/abends) können dort wieder Sport treiben. Auch diese Halle war über mehrere Monate als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt worden. Nach dem termingerechten Rückbau stellte die Stadt bei der Grundreinigung plötzlich fest, dass eine Bodenbeschichtung nicht aufgebracht werden konnte, weil sich diese nicht dauerhaft mit dem Untergrund verbindet. Die Folge: Der Boden war viel zu stumpf, die Verletzungsgefahr zu groß. Der Boden musste also umfangreich saniert werden, die Freigabe der Halle verzögerte sich dadurch. "Die Sanierung verlief ohne Probleme - so, wie wir sie geplant hatten", sagt Kieseler. Der Boden wurde abgeschliffen und versiegelt. Anschließend wurden die Linien neu markiert.

Damit ist von den anfangs vier Hallen aktuell nur noch die Mehrzweckhalle in Dhünn gesperrt. Flüchtlinge sind dort nicht mehr untergebracht, in der Halle stehen aber noch sämtliche Möbel, teilt Kieseler mit. "Wie es dort weitergeht, entscheidet sich nächste Woche", kündigt er an.

Quelle: RP
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