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Wermelskirchen
Miniaturstadt aus Holzbausteinen

Wermelskirchen: Miniaturstadt aus Holzbausteinen
Nachwuchs-Baumeister bei der Arbeit: Lena (links) und Mats waren mit Eifer bei der Sache. FOTO: Jürgen Moll
Wermelskirchen. Beim Holzbauwelt-Event im Gemeindezentrum Dabringhausen errichten Kinder eine Stadt aus 60.000 Holzblöcken. Von Frederik Oehl

Vier Tage lang wurde daran gearbeitet, am Sonntag war sie dann schließlich fertiggestellt: Eine Stadt in Miniaturform - erbaut aus 60.000 Holzblöcken - konnte man am Wochenende im Gemeindezentrum Dabringhausen bestaunen. Konzerthallen und Hotels, Schwimmbäder und antike Tempel, Türme in allen Formen und eine Stadtmauer: All das hatten etwa 80 Kinder in der Zeit von Mittwoch bis Sonntag unter Anleitung erwachsener Helfer erbaut. Sechs bis zwölf Jahre alt waren die Nachwuchs-Baumeister, die eine eindrucksvolle Modelllandschaft im Rahmen des "Holzbauwelt-Events" errichteten.

"Die Kinder waren wirklich sehr kreativ", sagte Mitorganisatorin Sandra Hager vom Gemeindezentrum. Aufgeteilt in sechs Gruppen hatten sie tagelang an unterschiedlichen Bereichen der Stadt gearbeitet, wobei ihnen ausschließlich die kleinen Holzbausteine zur Verfügung standen. Auch ohne Kleber oder anderen Hilfsmittel waren die Bauwerke erstaunlich stabil. "In die Seitenwand des großen Hauptturmes kann man auch ein Loch schlagen - er stürzt trotzdem nicht ein", meinte Susanne Massey, ebenfalls vom GZD.

Etwa 20 Helfer hatten die Kinder beim Bau der Stadt unterstützt und ihnen beispielsweise erklärt, wie man die Bauten so konstruiert, dass sie nicht einstürzen. "Am wichtigsten war aber natürlich die Kreativität der Kinder", erklärte Sandra Hager. Auch wenn das eine oder andere Gebäude zwischendurch umfiel, ging es mit dem Bau der Stadt insgesamt zügig voran: Am Samstagnachmittag waren die verschiedenen Teilbereiche schon zu einer einzigen großen Stadt verschmolzen. Geleitet wurde das Event von Ruth Erichsen vom Bibellesebund. Diese christliche Organisation, die international tätig ist, stellte auch die Bausteine.

Beim Bau der Modellstadt spielte eine biblische Erzählung, nämlich die alttestamentarische Geschichte von Nehemia, eine zentrale Rolle. Diese thematisiert den Wiederaufbau der Stadtmauer um das biblische Jerusalem. Unter anderem die um die Modellstadt herumführende Mauer spielte symbolisch auf die Erzählung an.

Am Sonntag war die Stadt mit dem über zwei Meter hohen Hauptturm fertig. Nach dem Familiengottesdienst am Vormittag durften auch Eltern und Großeltern einen Blick auf die Modelllandschaft werfen. Zum Ende der Veranstaltung folgte der krönende Abschluss: Die Kinder brachten all ihre Bauten krachend zum Einsturz, bevor es schließlich ans gemeinsame Aufräumen ging. "Die Zeit verging beim Bauen schnell - das ist ja immer so, wenn Sachen Spaß machen", resümierte Sandra Hager. Das Event war das erste seiner Art in Dabringhausen - "aber sicher nicht das Letzte", so Hager.

Quelle: RP
 
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