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Wermelskirchen
Minigolf - Familienspaß und Turniersport zugleich

Wermelskirchen. Antonio Grosso möchte einen Minigolf-Club gründen, damit vor allem Kinder öfter zusammen spielen. Von Walter Schubert

Bereits bei der BM-Ferienaktion vor zwei Wochen hatte Antonio Grosso die Idee im Hinterkopf, jetzt wird sie konkret: Er möchte, dass Kinder nicht nur einmal im Jahr zusammen auf der Minigolfanlage im Hüpptal spielen, sondern öfter dort zusammenkommen. "Einmal im Jahr ist doch doof, das ist zu wenig. Ich möchte die Ferienaktion der Bergischen Morgenpost in ein dauerhaftes und regelmäßiges Treffen umwandeln", sagt der Betreiber der Anlage am Quellenweg.

Es soll kein Verein mit komplizierten Regeln werden. "Vielleicht nennen wir es Minigolf-Club, und die Mitglieder treffen sich einmal im Monat", sagt Grosso. Er würde für die Mitglieder eine theoretische und praktische Unterweisung anbieten. Zudem würden Turnierprotokolle erstellt, an denen abzulesen wäre, welche Bahnen besonders schwierig sind und wie trainiert werden muss. Als Mitgliedsbeitrag denkt Grosso an 25 Euro pro Person und Spieljahr. "Das ist nicht teuer, denn man kann sieben Monate oder 210 Tage spielen", findet Grosso.

Minigolf sei der ideale "Mehr-Generationen-Sport". Grosso zeigt auf die Bahn. "Da spielt die Oma mit ihrem Enkel. In anderen Sportarten wie Boxen oder Fußball ist so etwas schwierig", sagt er und lacht. Der Italiener, der die Minigolfanlage seit mehr als 20 Jahren mit seiner Frau Ingeborg betreibt, sieht in diesem Sport viele positive Faktoren. "Man muss sich mit der Technik befassen, bestimmte Aufgaben lösen, nachdenken und mitdenken. Das fördert den Lernprozess auch für andere Dinge", sagt er. Ein "italienisches Clubtreffen" wäre für ihn ideal. Die Erwachsenen, die nicht spielen, halten bei Kaffee und Kuchen ein Schwätzchen. "Vielleicht funktioniert das sogar als Integrationsmaßnahme", sagt Grosso. Alle Wermelskirchener, die den Minigolfsport intensiver kennenlernen möchten, seien auf seiner Anlage willkommen.

Italienische Lebensweise und auch Lebensfreude bestimmen das Leben auf der Minigolfanlage. Herzlich werden die Gäste empfangen, bei den Regeln kennt Grosso aber kein Pardon. Die Spieler sollen nicht über die Bahnen laufen, Glasflaschen sind tabu, Dreck und Abfall gehören nicht auf den Platz. Wer sich daran hält, ist jederzeit willkommen. "Die Gäste dürfen auch ihr Essen mitbringen, Kindergeburtstage kann man hier auch organisieren", sagt Grosso. Er freut sich auf viele neue Spieler.

Quelle: RP
 
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