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Wermelskirchen
Modellflieger feiern in Luchtenberg

Wermelskirchen: Modellflieger feiern in Luchtenberg
Der MFC-Vorsitzende Dieter Maier (re.) und einige Mitglieder präsentieren bei der Jubiläumsfeier ihre Flugobjekte. FOTO: Peter Meuter
Wermelskirchen. Um die Mittagszeit gehörte der Himmel noch einem Greifvogel, der unter den schweren Wolken einsam seine Kreise zog. Doch schon kurz darauf wurde es im Luftraum nahe Gut Luchtenberg merklich voller: Zur 40-jährigen Jubiläumsfeier des Modellflugclubs Wermelskirchen am Samstag hatten viele Besucher ihre Flugmodelle mitgebracht. Den ersten Flug des Tages absolvierte ein kleiner, knallgelber Modellhubschrauber: 15 Minuten lang wurde das Fluggerät von der sicheren Hand eines Hobbypiloten durch die Luft geführt und vollbrachte dabei teils schwindelerregende Pirouetten und Kunststückchen.

"Durch die auffällige Farbe ist der Helikopter sehr gut sichtbar - noch besser wäre nur hellrot", erklärte Dieter Maier, Vorsitzender des MFC. Eine Vielzahl von Fluggeräten - von Drohnen in Tellergröße bis hin zu Flugzeugmodellen mit zwei Metern Spannweite - stand zugleich schon bereit, um über den Nachmittag hinweg zum Einsatz zu kommen. Die Stimmung unter den Gästen war währenddessen fröhlich und ausgelassen - sowohl aktuelle und ehemalige Mitglieder des Vereins als auch Nachbarn und Freunde kamen auf ihre Kosten.

Vor fast genau 40 Jahren, am Abend des 27. Mai 1977, wurde der MFC Wermelskirchen offiziell gegründet. Den Verein am Leben zu erhalten, war gerade in den ersten Jahren mit viel Aufwand verbunden: "Damals musste die Flugerlaubnis noch jedes Jahr neu von der Luftfahrtbehörde eingeholt werden, und nicht wie heute nur alle fünf Jahre. Auch Stadt und untere Landschaftsbehörde mussten jeweils zustimmen", erläuterte Maier. Doch auch später noch hatte der MFC zu kämpfen: Um das Jahr 2010 versuchte die Landschaftsbehörde, den Modellflug in Luchtenberg zu untersagen. Der MFC antwortete mit einer Klage und bekam vor Gericht schließlich Recht. "Nun müssen wir uns um die Genehmigung keine Sorgen mehr machen und können langfristig planen", sagte Maier.

Ohne Druck von Außen hatten die Modellflieger in den letzten Jahren genügend Zeit, um sich um Verbesserungen bei der Ausstattung des Flugplatzes zu kümmern. So gibt es jetzt zum Beispiel Solarzellen, die Strom für die Akkus der Modellflugzeuge liefern. "Damit sind wir sozusagen autark", sagte Maier nicht ohne Stolz. In die Zukunft kann der MFC mit Optimismus blicken, denn die Entwicklung der Mitgliederzahlen ist positiv. "2016 hatten wir 33 Mitglieder, so viele wie nie zuvor", sagte Maier. "In diesem Jahr sind wir zwei Leute weniger, aber der Langzeittrend spricht für uns". Die Chancen für weitere Jubiläumsfeiern stehen also gut.

(fre)
 
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