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Heisser Draht
Müll, Glassplitter, Vandalismus - Anwohner-Ärger nach der Musiktour

Heisser Draht: Müll, Glassplitter, Vandalismus - Anwohner-Ärger nach der Musiktour
Der große Pflanzring wurde auf dem Verbindungsweg von Telegrafenstraße und Kölner Straße in der Nacht zu Sonntag von Unbekannten über den Gehweg geworfen und ist dabei zerbrochen. FOTO: Stefanie Hauck
Wermelskirchen. Wermelskirchen (ser) Die Live-Musiktour hat am vergangenen Wochenende wieder für ausgezeichnete Stimmung an 25 Standorten in der Stadt gesorgt. Stefanie Hauck war nach der Veranstaltung aber alles andere als erfreut. "Wir sind Anwohner der Löv zwischen Kölner Straße und Telegrafenstraße und erlebten am Sonntagmorgen einen Ort der Verwüstung", sagt sie am "Heißen Draht" unserer Redaktion. "Überall lag Müll herum, zum Beispiel Verpackung von Essen, das man unterwegs verzehren kann, dazu zersplitterte Gläser und Flaschen, Büchsen und Tüten."

Besonders ärgerlich: "Der Pflanzring an unserem Haus wurde über den Gehweg geworfen und ist dabei komplett zerbrochen", sagt die Wermelskirchenerin. Allein der Blumenkübel wog ohne Erde mehr als 20 Kilogramm. "Wer so etwas durch die Gegend schmeißt, muss sehr stark sein, oder es waren mehrere Personen", vermutet Hauck. Als sie gestern den Dreck beseitigte, sprachen auch Passanten ihre Empörung aus. "Wir haben nichts gegen Frohsinn und eine gute Stimmung. Aber wenn es nachher aussieht, als wären die Vandalen dort hergezogen, finden wir es überhaupt nicht mehr lobenswert", kritisiert die Anwohnerin. Es sei klar, dass man, wenn man das Schlafzimmer zur Kölner Straße hin habe - Geräusche höre, dies sei erträglich, "auch wenn es natürlich nicht schön ist, dass der Geräuschpegel noch über 2 Uhr in der Nacht hinaus derselbe bleibt." Wesentlich unangenehmer sei es aber an der Seite des Durchgangswegs. Hauck: "Dort stehen Leute, oft auch Betrunkene, und unterhalten sich so laut, dass der Geräuschpegel wirklich sehr unangenehm ist."

Ärgerlich seien der Müll und Dreck auf dem Verbindungsweg nicht nur für Anwohner: "Auch die Kirchgänger der Gemeinde St. Michael frequentieren die Gasse intensiv", sagt Hauck. Die Gaststättenbetreiber hätten keine Chance, ein solches Benehmen zu verhindern oder zu unterbinden. "Inwiefern man einen Sicherheitsdienst engagieren könnte, weiß ich nicht. Man kann froh sein, dass die Glasscheibe des neuen Bekleidungsgeschäfts ,Tausendschön' noch nicht beschädigt wurde", sagt Hauck.

Quelle: RP
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