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Wermelskirchen
Musikschüler sorgen bei Konzert für Hochgenuss

Wermelskirchen. "Von Händel bis Bach" lautete der Untertitel der diesjährigen Plakatankündigung zum Adventskonzert der Musikschule, das am Sonntagnachmittag in der Evangelischen Stadtkirche veranstaltet wurde. So manchen Musikliebhaber mochte im Vorfeld geschmunzelt haben, sind doch beide Komponisten, Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel, im selben Jahr geboren. Dennoch: Musikschulleiter David Hecker hatte einen kurzweiligen und ausgewogenen Strauß der Präsentationen gebunden, der auch zeitlich in äußerst angenehmem Rahmen blieb - zur Freunde der vielfach jüngeren Zuhörer. Und natürlich passten zwischen Bach und Händel nicht weniger als über drei Jahrhunderte Musikgeschichte. Von Eva.budde-Jandt

Rund 55 Schüler der Musikschule kamen im Verlauf des Konzerts zum Einsatz. Besonders lobend hob Hecker die beträchtliche Anzahl von Schülergruppen und -ensembles hervor. Denn, so Hecker, dies bedeute zusätzlich zum Individualunterricht, Übe- und Probenzeit in die Gruppenstunden zu investieren und sei heute bei vielen schulischen Verpflichtungen nicht mehr selbstverständlich. Überdies zeigte sich beim Konzert, wie viele positive Effekte die Ensemblearbeit für junge Lernende am Instrument hat. Nicht zuletzt können verschiedene Lernstufen so individuell kombiniert werden, wie beispielsweise in Ulrich Burkhardts 17-köpfigem Cello-Ensemble, in dem sich der siebenjährige Anfänger mit dem fortgeschrittenen Teenager harmonisch vereinte.

Auch die Ensembles der Lehrkräfte Heike Siemers (Klarinetten) und Susanne Karnowka (Gitarren) bereiteten Hochgenuss. Außerdem triumphierten die Flötentöne: Beate Vogelers Ensemble aus jüngeren Schülern konnte mit Händels Passacaglia in d-Moll ebenso überzeugen, wie die nur aus Erwachsenen bestehende Gruppe um Bernd Hilgers, die dem gesamten Konzert mit dem Andante aus Händels Concerto II und der Cantina Band aus Star Wars die Krone aufsetzten. Hecker ermunterte im Hinblick darauf auch die Erwachsenen im Publikum: "Die Musikschule ist nicht für Kinder reserviert, sie ist für Jedermann und jede Frau da!"

Daneben gab es auch Solo-, Duo- und Trio-Beiträge. Für den Musikschullehrer ist es ein schmaler Grat: Einerseits bringt ihm das Einzelvorspiel des Schülers wertvolle Erkenntnisse über den Leistungsstand am Instrument, andererseits muss abgewogen werden, wie schwer das entsprechende Stück sein darf und wie sicher sich der Schüler vor Publikum zeigt. Anna Caspary-Grünweller (Geige), Veronika Madler (Gesang), Susanne Karnowka (Gitarre), Ilona Patryn (Klavier) und Sihna Maagé (Popgesang) hatten es gewagt und Schüler ins Rennen geschickt, die die Aufgabe unterschiedlich gut bewältigten.

Quelle: RP
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