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Wermelskirchen
Nach Anfeindungen lahmt das Interesse an Beirats-Mitarbeit

Wermelskirchen. Wird's in diesem Jahr eine Wahl zum Beirat für Menschen mit Behinderung geben? Im Moment sieht es nicht danach aus, denn Vereine, Institutionen und Initiativen haben nur neun Mitglieder für die Wahl vorgeschlagen. Erfreulich ist jedoch, dass zwei Einzelpersonen bereit sind mitzuarbeiten, teilte Christiane Beyer mit. Die städtische Mitarbeiterin ist für die Geschäftsführung des Beirates zuständig und organisiert die Vorbereitung für die Wahl, die für den 17. Januar 2017 terminiert ist. Von Udo Teifel

Elf Sitze gibt es im Beirat. WNKUWG hatte im Laufe des Jahres mehrfach versucht, hier eine Urwahl einzuführen. Das führte zu Verstimmungen, auch, weil sich Ausschussmitglieder in den Sozialen Netzwerken wegen ihrer ablehnenden Haltung zur Urwahl persönlich angegriffen fühlten. Zudem war das Engagement der Vorsitzenden Brigitte Hallenberg, die Gehweg-Laufbänder vor der Außengastronomie freizubekommen, damit Rollstuhl- und Rollatorfahrer ohne Mühe sich bewegen können, bei manchen Bürgern auf Unverständnis gestoßen. Der Beirat unterstützte ihre Forderung, doch auch hier wurden Beiratsmitglieder angefeindet.

"Das hat ganz klar dazu geführt, dass einige keine Lust mehr haben mitzuarbeiten", sagte Beyer gestern dazu auf Anfrage unserer Zeitung. So gibt es bislang keine Rückmeldung der Lebenshilfe und des MS-Kreises. "Ich werde sie aber noch persönlich ansprechen", erklärte Beyer. Sie hofft, die Vereine überzeugen zu können, doch weiterhin in dem Gremium im Interesse der Menschen mit Behinderung mitzuarbeiten.

Gemeldet haben sich bei ihr zwei Personen, die bisher noch nicht im Beirat tätig waren: Rainer Blom und Norbert Breith. Darüber freut sich die Geschäftsführerin besonders. Die weiteren Nennungen für die Wahl: Klaus Klophaus für den Sozialverband, Christian Ay für den VdK, Brigitte Hallenberg für die Schlaganfallhilfe, Achim Turzynski für den Verein SPZ alpha, Katharina Sachser für Pflegende Angehörige, Andreas Willinghöfer für die Kirchengemeinde Wermelskirchen, Marietta Höller für den Blindenverein Remscheid, Norbert Staniol für den Klientenrat des SPZ alpha. Auch die Caritas Rhein-Berg wird noch eine Person namentlich nennen, hat dies aber bislang nicht geschafft. "Ich werde noch die Werbetrommel rühren", sagte Beyer. "Ich möchte weitere Personen motivieren, hier mitzuarbeiten, vor allem jüngere Leute." Denn ihr Ziel ist es, mehr als elf Bewerber auf die Wahlliste zu setzen. Schafft sie dies nicht, wären alle Personen, die sich bisher gemeldet haben, bereits gewählt.

Quelle: RP
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