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Wermelskirchen
Neue Handy-App warnt vor Gefahren

Wermelskirchen: Neue Handy-App warnt vor Gefahren
Ein kostenloser Service für mehr Sicherheit: Die Smartphone-App "NINA" zeigt den Nutzern an, wo es Gefahren gibt. FOTO: Rheinisch-Bergischer Kreis
Wermelskirchen. Die Smartphone-App "NINA" startet im Rheinisch-Bergischen Kreis: Warnungen für die Bevölkerung vor Extremwetter, Großbänden und weiteren Gefahren werden den Nutzern direkt aufs Handy geschickt. Von Sebastian Radermacher

Der Rheinisch-Bergische Kreis führt die Warn-App "NINA" für Smartphones und Tablets ein, die ab sofort einsatzbereit ist. Dafür hat der Kreis-Ausschuss für Arbeit, Soziales und Gesundheit jetzt grünes Licht gegeben. Im Sommer hatten die Kreistagsfraktionen von CDU und Grüne den Antrag gestellt, die Möglichkeiten der Umsetzung zu prüfen. "Wir freuen uns sehr, dass die Einführung von NINA so hervorragend umgesetzt wurde", lobte CDU-Ausschussmitglied Ulrich Heutz.

"NINA" steht für Notfall-Informations- und Nachrichten-App und soll die Bevölkerung vor Gefahren warnen sowie Handlungsempfehlungen für die jeweilige Situation geben. Dazu gehören zum Beispiel Extremwetterlagen wie Starkregen oder Hochwasser und auch Großbrände oder Gefahrstoffausbreitungen. Tritt ein gefährliches Ereignis ein oder kündigt sich an, dann informiert die App den Benutzer direkt auf dessen Handy oder Tablet-Computer. Dies geschieht über sogenannte Push-Nachrichten, die direkt auf das Endgerät geschickt werden.

Die Benutzer erhalten automatisch die relevanten Informationen für zuvor von ihnen ausgewählten Orte oder auch den aktuellen Standort, wenn GPS an ihrem Gerät eingeschaltet ist. Läuft eine Nachricht ein, ertönt gleichzeitig ein Warnton, um den Benutzer aufmerksam zu machen. Dadurch wird die Bevölkerung gezielt, schnell und wirksam gewarnt. Alternativ kann man auch die App starten und selbst nach Meldungen suchen.

Wer "NINA" nutzt, muss sich übrigens keine Sorgen um seine persönlichen Daten machen. Diese werden nicht gespeichert, sondern verbleiben lokal auf dem jeweiligen Endgerät des Nutzers, stellt die Kreisverwaltung klar. Auch der eigene Standort, wenn das GPS aktiviert ist, wird nicht an Dritte übermittelt. "Wir hoffen, dass sich viele Menschen im Kreis die App ,NINA' herunterladen", sagten Amtsleiter Stefan Schwarzenthal und der Leiter der Kreisleitstelle, Axel Staehler. "Sie trägt im Fall der Fälle zum Schutz unserer Bevölkerung bei."

Neben der Warnmeldung bietet "NINA" aber noch eine ganze Reihe weiterer wichtiger Informationen, falls eine gefährliche Situation eintreten sollte. In einer Karte wird zum Beispiel das betroffene Gebiet genau dargestellt. Der Benutzer erkennt also auf den ersten Blick, in welchem Bereich eine Gefahr droht. Weiterhin erhält der Nutzer konkrete Handlungsempfehlungen direkt auf sein Handy oder Tablet. Dazu könnte etwa der Hinweis gehören, die Fenster zu schließen oder das Haus nicht zu verlassen. Eine Entwarnung wird ebenfalls gesendet.

Die Warnmeldungen, die durch "NINA" verbreitet werden, stellen beispielsweise die Leitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises und der Deutsche Wetterdienst ein. Auch der Bund und die Länder können über die App die Bevölkerung warnen.

Quelle: RP
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