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Wermelskirchen
Neue Ideen und weniger Belastung

Wermelskirchen: Neue Ideen und weniger Belastung
Die "Bergische Weihnacht" kostet für die Ehrenamtlichen viel Kraft. Vor allem dann, wenn das Wetter nicht mitspielt. Nun sollen die Aufgaben aber anders verteilt werden. FOTO: Teifel (2), Meuter
Wermelskirchen. Der Marketingverein "Wir in Wermelskirchen" hielt zwei Tage lang Klausur. Das Ergebnis: Die Ehrenamtlichen wollen weiter machen und noch besser werden. 2018 wird es bei der Zählscheinaktion wieder zehn Hauptgewinne geben. Von Theresa Demski

Insgesamt 60 Tagesordnungspunkte standen auf der Liste des Vorstands des Marketingvereins "Wir in Wermelskirchen"(WiW). Zwei Tage lange hielt Vorsitzender Dankmar Stolz mit seinen Kollegen Klausur, am Sonntagmittag stellte er dann zufrieden fest: "Es geht weiter. Und wir wollen noch besser werden." Zum Ende des vergangenen Jahres waren Probleme innerhalb des Vereins an die Öffentlichkeit gelangt: Arbeitsbelastungen seien zu hoch, die Ehrenamtlichen würden zu stark gefordert.

Die Organisation der "Bergischen Weihnacht" hatte auf den Schultern der Ehrenamtlichen gelegen und ihren Preis gefordert. Rufe nach einer neuen Struktur bei WiW wurden laut. Weil keine Zeit geblieben sei für das Miteinander im Verein und die Pflege der Beziehungen, sei es auch zu Spannungen gekommen. "Schon Anfang des Jahres hatten wir eine außerordentliche Vorstandssitzung, bei der wir uns genau diesem Thema gewidmet haben", erklärte Stolz gegenüber unserer Redaktion. Danach habe der komplette Vorstand klar gesagt: "Wir machen weiter."

Während der Klausurtagung am vergangenen Wochenende galt es nun, die Zukunft mit Leben zu füllen. "Wir wollen die Aufgaben und Verantwortlichkeiten künftig noch klarer unter uns Ehrenamtlichen aufteilen", erklärte Stolz. Dann sei nicht mehr jeder an allen Fronten gefragt.

"Wir hätten es uns zu einfach gemacht, wenn wir einfach Programmpunkte oder Aufgaben gestrichen hätten", ergänzte er. Deswegen hält WiW am Umfang seiner Aktivitäten fest. "Und wir wollen sie sogar noch ausbauen", sagt Stolz. Dazu gehört etwa ein neues gastronomisches Angebot, das im April starten und in Zusammenarbeit mit heimischen Restaurants und dem Geschichtsverein verwirklicht werden soll. Elemente der Stadtführung sollen dann auf kulinarische Köstlichkeiten treffen.

Außerdem hat der Verein für 2019 einen "Tag der offenen Unternehmen" geplant. Heimische Firmen sollen an einem Tag im Mai ihre Türen öffnen, WIW sorgt für einen Shuttle-Service. Die Unternehmen hätten bereits großes Interesse bekundet, der Verein nehme nun die Vorbereitungen auf. Auch mit Blick auf das "à la carte"-Wochenende schweben dem Verein Veränderungen vor. "Die Veranstaltung hat gar nicht mehr so viel mit ihrem Titel zu tun", befand der WiW-Vorstand während seiner Klausurtagung. Schon in diesem Jahr solle sie wieder stärker zum Ausgangspunkt zurückfinden. "Wir stellen uns vor, dass wir Gastronomie unter freien Himmel in die Innenstadt holen", sagt Stolz. Er hofft dabei auf die Unterstützung heimischer Restaurants, die mit ihren Köstlichkeiten vor die Tür gehen. "Es soll nicht so geballt wie beim Foodtruck-Festival sein", sagt Stolz, "aber doch Ähnlichkeit damit haben." Köstlichkeiten an jeder Ecke soll "à la carte" anbieten. Hätten heimische Betriebe dafür keine Kapazitäten, müsse notfalls auf Externe zurückgegriffen werden.

Darüber hinaus sollen die WiW-Veranstaltungen in diesem Jahr in bewährter Form stattfinden - das gilt auch für die Zählscheinaktion. "Wir werden wieder zehn Hauptgewinne haben", erklärte Stolz und zog positive Bilanz: "Die Veränderungen sind sehr gut angekommen." Allerdings seien drei der Hauptpreise nicht abgeholt worden. Den Geldwert der Preise, 3000 Euro, will WiW nun Vereinen für den neuen Jugend- und Freizeitpark spenden. Weil die Kassenlage außerdem sehr positiv sei, will der Verein auch in die Weihnachtsbeleuchtung investieren: Mit 2500 Euro soll der Schaltschrank am Weihnachtsbaum erneuert und neue Lichterketten angeschafft werden.

Zum Abschluss warfen die Vorstandsmitglieder einen Blick in die weitere Zukunft. Manchmal sorge sich der Verein darum, dass die Stadt den jährlichen Zuschuss von 60.000 Euro nach den bewilligten sieben Jahren zurückziehe, sagt Stolz. Was dann aus den Veranstaltungen, dem Stadtmarketing und den bestehenden Netzwerken werde, sei noch völlig offen.

Quelle: RP
 
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