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Wermelskirchen
Neue Kooperation - Judo Club trainiert Sekundarschüler

Wermelskirchen. In der gesperrten Schuberthalle können die Schüler zurzeit keinen Sport treiben. Stattdessen lernen sie jetzt Judo in der Bergischen Sportarena. Von M. Eickhorn

Der Judo Club Wermelskirchen (JCWK) möchte den Judosport an den Schulen etablieren. Niklas Diedrichs, erfahrener Liga- und Einzelkämpfer, trainiert drei fünfte Klassen der Sekundarschule jeweils einmal pro Woche in der Bergischen Sportarena an der Beltener Straße. Diese neue Kooperation wird seit knapp zwei Wochen umgesetzt. Angesichts der schwierigen Hallensituation kann den Schülern trotzdem Bewegung ermöglicht werden. "Es ist ein Glücksfall, dass wir die Räumlichkeiten hier nutzen können", sagt Paulig. Andere Klassen nutzen für ihren Sportunterricht inzwischen den Schulhof, spielen dort Tischtennis oder Basketball. Das Judo-Projekt soll bis zum Sommer laufen. "Mein Ziel ist es, dass ich die Kinder soweit bringe, dass sie am Ende des Schuljahrs erfolgreich die Gürtelprüfung zum weiß-gelben Gurt ablegen", sagt Niklas Diedrichs, der beim JCWK ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert.

Mit dem 18-Jährigen lernen die Schüler nun Schritt für Schritt, wie sie Judotechniken richtig anwenden, korrekt fallen, und ihre Köpfe bei einem Aufprall schützen. Nach dem "Mattengruß" wärmen sie sich aber erst einmal mit Rauf- und Rangelspielen auf. Vor allem die Jungen haben daran Spaß. Frederic Klein, Fabian Kinzel, Maxime Noack (alle 10) und Isuf Tatili (11) aus der Klasse 5a kommen gerne in die Sportarena. "Es macht viel Spaß, aber manchmal tun die Übungen etwas weh", sagt Fabian. Frederic berichtet, dass die Schüler mit Niklas Diedrichs lernen, beim Sport Respekt voreinander zu haben. "Wenn jemand 'stopp' sagt, heißt das, dass der andere nicht weiterkämpfen darf", lautet eine wichtige Judo-Regel.

Wichtig ist auch, dass alle Schüler barfuß trainieren. Ein paar Mädchen haben damit ein Problem. Sie wollen ihre Strümpfe nicht ausziehen. "Mit normalen Socken dürft ihr nicht mitmachen", stellt Dietmar Paulig klar, Trainer Niklas Diedrichs empfiehlt spezielle Stoppersocken. Der 18-Jährige betreibt seit zwölf Jahren Judo, besitzt den schwarzen Gurt und eine C-Trainerlizenz. Über den Unterricht mit den Fünftklässlern sagt er: "Wenn die Kinder Spaß haben, habe ich auch Spaß. Es gibt Tage, da sind sie unkontrollierbar, aber ein paar machen immer toll mit." Vor der Gründung der Sekundarschule arbeitete der JCWK mit der Hauptschule zusammen. Nachdem die Kooperation aufgelöst wurde, nahm Sven Dicke, stellvertretender Vorsitzender des Judo-Vereins, Kontakt zu Paulig auf. "Ringen und Raufen", ebenfalls Teil des Schul-Programms, wurde so mit Judo ergänzt.

Quelle: RP
 
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