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Wermelskirchen
Neue Polizeiwache ist schon wieder eine Baustelle

Wermelskirchen. Schlimmer hätte der Start für die Polizei in ihrer neuen Wache in Hilgen nicht sein können: Ein defekter Spülkasten auf der Damentoilette hat einen riesigen Wasserschaden verursacht. Geschätzt bis zu 20.000 Liter Wasser sind durch ein kleines Loch im Spülkasten in die Dämmung zwischen Bodenplatte und Estrich des nicht unterkellerten Gebäudes gesickert - ohne dass es jemand gemerkt hat.

Was war genau passiert? Bei der Montage der Verkleidung des Spülkastens wurde laut Polizeisprecher Richard Barz eine winzige Schraube falsch angesetzt und direkt in den hinter der Verkleidung versteckten Spülkasten gedreht. Durch dieses Loch trat das Wasser aus, als im Dezember nach Abschluss der Arbeiten die Wasserversorgung aufgedreht wurde. Erst als sich die Feuchtigkeit bereits in den Wänden verteilt hatte, fiel der Schaden auf. Für die nächsten Wochen - eine genauere Prognose konnte Sprecher Richard Barz nicht abgeben - wird die Verbundwache für den Nordkreis wieder zu einer großen Baustelle. "Der Boden sieht zurzeit aus wie ein Schweizer Käse", sagte Barz. Punktuell wurden Bodenfließen aufgebohrt, Schläuche und Trockner im gesamten Gebäude verlegt. Die Polizeibeamten müssen im nagelneuen Gebäude enger zusammenrücken. "Der Wachbereich zieht ins Obergeschoss, solange die Handwerker im Haus tätig sind", sagte Barz. Wie hoch der Schaden ist, konnte der Polizeisprecher nicht sagen. "Wir sind ja nur Mieter des Objekts." Eigentümer sei die Firma Wiedenhoff, sie mache nun ihre Ansprüche geltend.

Die Polizei wollte den Start in der neuen Wache eigentlich morgen bei einer Festveranstaltung mit geladenen Gästen feiern - gestern Morgen wurde die offizielle Schlüsselübergabe allerdings abgesagt.

(ser)
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