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Wermelskirchen
Neue Schutzzone betrifft mehr Grundstücke

Wermelskirchen: Neue Schutzzone betrifft mehr Grundstücke
Die Sengbach-Talsperre versorgt die Städte mit Trinkwasser. Die Wasserschutzzonen schränken auch Wermelskirchener ein. FOTO: Teifel
Wermelskirchen. IG Sengbach informiert über die neuen Wasserschutzzonen-Bestimmungen. Von Walter Schubert

Auf den Tag genau mit der Jahreshauptversammlung der IG Sengbach am Montagabend wurde die neue Schutzzonen-Karte im Rathaus öffentlich gemacht. Nach langer Verzögerung sind diese Karten bis zum 17. Februar einsehbar. Betroffene Bürger können sich informieren und auch vor Ort Einwände geltend machen. "Nutzen Sie diese Möglichkeit", empfahl Bernhard Schulte, der als Rechtsanwalt die Interessengemeinschaft berät. "Spätere Einwände und Änderungswünsche dürften schwierig werden."

Die möglichen Auswirkungen machte Schulte an einem Beispiel aus Tente deutlich. Oberirdische Zuflüsse und Quellenbereiche werden mit einem 100-Meter-Schutzstreifen umgeben. Dieser Streifen wird horizontal gemessen und an vorhandene Parzellen angepasst. Im Bereich rund um den Quellenbereich des Bähringhauser Baches sind nach der neuen Karte nun Grundstücke so betroffen, dass die Schutzzone bis an die B51 reicht. Die Neubewertung hat Auswirkung auf den Grundstückswert und auch auf mögliche Veränderungswünsche oder bauliche Maßnahmen.

Auch Vorsitzender Heinz Köhler sowie Steuerberater Reinhart Fuchs riefen die Mitglieder eindringlich auf, sich zu informieren. "Prüfen Sie, ob sich für Ihr Grundstück etwas geändert hat." Ganz wichtig ist auch der Hinweis: "Ein Kanalanschluss hebt nicht die Schutzzone auf!" Wenn die neue Wasserschutzgebietsverordnung Rechtskraft erlangt, soll sie 40 Jahre gültig sein. Wie umfangreich und anders diese neue Verordnung ist, lässt sich bereits am Umfang erkennen. Die alte Version von 1974 hatte drei Seiten, die neue Version umfasst mit Erklärungen 38 Seiten.

Es waren gute und hilfreiche Erläuterungen, mit denen die gut besuchte Versammlung informiert wurde. Die Kassenprüfung ergab keine Beanstandungen und so wurde Kassenwart Horst Weiden und der gesamte Vorstand entlastet.

Bei den Neuwahlen wurden alle Personen im Amt bestätigt. Vorsitzender Heinz Köhler, stellvertretende Vorsitzende Tessa Messner, Schriftführer Martin Hensel, 2. Schriftführer Udo Madel, Kassenwart Horst Weiden.

Der Jahresbeitrag bleibt mit zehn Euro sehr niedrig. "Die Mitglieder in unserem Verein werden älter, und einige sind bereits verstorben. Neue und jüngere müssen nachrücken", sagte Köhler. Doch Ehrenamtliche, auch nur für ein paar Stunden Einsatz zu finden, sei schwierig, hieß es seitens des Vorstandes. Köhler geht mit gutem Beispiel voran: Jeden Monat fährt er ein paar Stunden den Bürgerbus.

Viele Informationen finden sich auf der neu eingerichteten Internetseite.

www.ig-sengbach.de

Quelle: RP
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