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Wermelskirchen
Neue Spiele-App sucht gestohlene Pizza

Wermelskirchen. Der 19-jährige Wermelskirchener Daniel Maluszczak hat sein neues Game "Agent Go" jetzt auf den Markt gebracht. Das Spiel ist in Download-Stores kostenlos für die Plattformen Android, Windows Phone und Windows 10 verfügbar. Von Stephan Singer

Er ist spürbar und sichtlich fasziniert von den Möglichkeiten, die heutige Technik bietet. "Es ist doch wirklich schwer vorstellbar, dass alleine etwa 250.000 Menschen von mir eine App heruntergeladen haben. Oder, dass rein rechnerisch alle zehn Minuten irgendwo auf der Welt jemand eine App von mir lädt. Und das alles vom kleinen Wermelskirchen aus", sagt Daniel Maluszczak begeistert.

Der 19-jährige Wermelskirchener hat die Zeit zwischen seinem im Frühjahr am Gymnasium absolvierten Abitur und dem Beginn seines Studiums in Volkswirtschaftslehre zum Wintersemester in Köln genutzt, um sein neues Spiel "Agent Go!" fertigzustellen. Das Spiel ist in den einschlägigen Download-Stores kostenlos für die Plattformen Android, Windows Phone und Windows 10 verfügbar. Zielgruppe sind Gamer, die Spiele auf dem Handy oder dem Tablet "zocken".

"An so etwas darf man nicht mit der Vorstellung herangehen, damit reich zu werden. Das wird nichts. Dieser Markt ist gigantisch groß, als Einzelkämpfer bin ich da ein kleiner Fisch", sagt Maluszczak. "Es ist spannend zu sehen, dass man aus Wermelskirchen die ganze Welt erreichen kann. Ich will, dass meine App möglichst viele Menschen erreicht und den Leuten Spaß macht. Deshalb ist das Spiel aus Prinzip auch kostenlos, weil so viel mehr User erreicht werden." Maluszczak stammt gebürtig aus Radevormwald, mit neun Jahren kam er nach Wermelskirchen und wuchs hier auf. Einnahmen, die "vermutlich die Kosten decken" (Maluszczak), erzielt der Student über Werbung, die in dem Game platziert ist. Allein die Anmeldung und das Einstellen der App in den Download-Stores ist kostenpflichtig. An einem Spiel wie "Agent Go!" hängt eine Menge Arbeit, über ein Jahr hat Maluszczak fast jede freie Minute genutzt, um daran zu arbeiten - Ideen und Geschichten entwickeln, die Grafiken gestalten sowie die Programmierung nutzerfreundlich umsetzen. "Ich habe alles selber gemacht. Mir macht es Spaß, an so einem Projekt zu arbeiten, die Vielseitigkeit eines solchen Projekts zu erleben und zu sehen, was dazu gehört, um ein fertiges Produkt zu haben", sagt der junge Spieleentwickler über seine Motivation. Sein Ziel: "10.000 bis 15.000 Downloads wären interessant. Aber man muss angesichts der riesigen Konkurrenz realistisch bleiben, ich schaue, was draus wird."

Auch wenn es "Agent Go!" (zur Zeit wahlweise in deutscher und englischer Sprache in 136 Ländern verfügbar) nicht für Apple-Geräte wie das iPhone gibt, ist das Spiel das bislang ambitionierteste Werk von Maluszczak: "Der zweifache, technische Aufwand wäre für mich zu kostspielig, auch wenn der Markt der iPhone-Nutzer groß ist."

Mehr als 15 Apps hat der 19-Jährige programmiert. "Manche nicht ganz so ernsthaft und aus heutiger Sicht richtig schlecht." Andere erfreuten sich unerwartet großer Beliebtheit wie das Rennspiel in verrückter Umgebung für Windows namens "Freaking Crazy Car" mit 50.000 Abrufen.

Maluszczaks Spiel "Labyrinth II" bescherte ihm ein besonderes (Internet-)Phänomen: "Dieses Spiel ist in China total erfolgreich und ich weiß gar nicht, warum es in China so groß geworden ist."

Quelle: RP
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