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Wermelskirchen
Neuer Fallschutz für die Spielplätze

Wermelskirchen. Der Betriebshof tauscht den Rindenmulch gegen sogenannte Holzhackschnitzel aus – diese sind sauberer, halten länger und bieten einen besseren Fallschutz für die Kinder. Etwa 20 der 60 städtischen Spielflächen sind in diesem Jahr dran. Es sind nicht die einzigen Arbeiten, die das Team des Betriebshofs erledigt. Von Sebastian Radermacher

An mehreren städtischen Spielplätzen und auch Spielflächen von Schulen und Kitas rücken in den nächsten Wochen Bauarbeiter und Bagger an. Der Grund: Die Spielplätze erhalten einen neuen Fallschutz. Mitarbeiter des Betriebshofs tauschen den Rindenmulch gegen sogenannte Holzhackschnitzel aus. Das teilt Betriebshofleiter Volker Niemz auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Der Mulch (zerkleinerte Baumrinde ohne weitere Zusätze) sei mit der Zeit einfach verbraucht. Holzhackschnitzel - mit Hackern zerkleinertes Holz, das von der Industrie nicht zu höherwertigen Produkten verarbeitet werden kann - hätten hingegen mehrere Vorteile. "Sie sind einfach sauberer, länger haltbar - und bieten einfach einen besseren Fallschutz für die Kinder auf den Spielplätzen", erklärt Niemz.

Mehr als 60 Spielplätze, darin eingerechnet die Spielflächen der Schulen und Kitas, gibt es in Wermelskirchen. Der Betriebshof ist für die Pflege und Unterhaltung der Plätze zuständig. Etwa 20 Spielflächen sollen in diesem Jahr mit einem neuen Fallschutz versehen werden, kündigt der Leiter des Betriebshofs an. In den Ferien kommen vor allem Spielflächen an den Kitas und Schulen dran. "Es ist halt eine richtige Baustelle mit einem Bagger - das müssen wir machen, wenn auf den Pausenhöfen keine Kinder spielen", erläutert Niemz.

In den vergangenen Tagen hat sein Team den Spielplatz des städtischen Kindergartens an der Joseph-Haydn-Straße in Angriff genommen. Der Austausch des Fallschutz-Untergrunds bedeutet einigen Aufwand. In der Regel dauert es zwei bis drei Tage, bis die Arbeiten erledigt sind, berichtet Niemz.

Zunächst muss der Rindenmulch komplett abgetragen werden. Im Anschluss muss das darunter liegende Vlies erneuert oder sogar ganz ausgetauscht werden. Erst dann können die Holzhackschnitzel verteilt werden. Letztere werden dann extra zur Baustelle angeliefert. 60 bis 70 Kubikmeter davon lagern zurzeit in der Halle des Betriebshofs in Sonne.

Es sind nicht die einzigen Arbeiten, die die zurzeit 22 Mitarbeiter des Betriebshofs in den Sommermonaten erledigen müssen. Den größten Anteil machen zurzeit die Mäh- und Rückschnittarbeiten aus. Grundsätzlich werden zum Beispiel die Grünflächen an den Straßenrändern der Gemeindestraßen, Wirtschaftswege und Kreuzungsbereiche einmal im Frühjahr und einmal im Herbst gemäht, erläutert Niemz. "In diesem Jahr wächst alles wie verrückt. Wir waren noch nicht mal mit der ersten ,Runde' fertig, da kann man schon wieder von vorne anfangen", sagt der Betriebshofleiter. Grund sei das feuchtwarme Wetter in den vergangenen Monaten gewesen. Dadurch wachse alles im Eiltempo. Niemz: "So schlimm war es schon lange nicht mehr. In manchen Bereichen mähen wir sogar von Hand."

Hinzu kommen noch die "normalen" Unterhaltungsarbeiten, für die der Betriebshof zuständig ist. Dazu gehören zum Beispiel die Kontrolle und Pflege der Sportplätze, Beschilderung oder die Beseitigung von Schlaglöchern. Aktuell müssen vor allem in regelmäßigen Abständen die "Straßeneinläufe", die Gullys an den Straßenrändern, gereinigt werden. Durch die starken Regenfälle sammelt sich dort sehr viel Dreck, wodurch das Regenwasser nicht mehr abfließen kann und stattdessen die Straße "überflutet" und auf die Grundstücke fließt. "Nach fast jedem Regen müssen wir ran", sagt Niemz, der den Einsatz seiner Mitarbeiter lobt. "Alle geben immer ihr Bestes. Ich kann mich auf sie zu 100 Prozent verlassen."

Quelle: RP
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