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Wermelskirchen
Neuer Ortslandwirt ist gewählt

Wermelskirchen: Neuer Ortslandwirt ist gewählt
Georg Weinberger bei der Jahreshauptversammlung. FOTO: Demski
Wermelskirchen. Georg Weinberger tritt die Nachfolge von Siegfried Börner an.

Gesetzesänderungen, Bilanzen und Wahlen standen bei der Versammlung der Wermelskirchener Landwirte am Donnerstagabend auf der Tagesordnung. Mehr als 40 Vertreter des Berufsstandes und der Politik trafen sich im Jägerhof in Dhünn-Neuenhaus. Nach zwölf Jahren trat Ortslandwirt Siegfried Börner aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl des Ortslandwirts an. Sein Sohn Stefan wurde während der Versammlung ebenso in die Ortsstelle der Landwirtschaftskammer NRW gewählt wie Georg Weinberger. Christoph Retz vertritt künftig die angestellten Landwirte. Die Nachfolge Siegfried Börners als Ortslandwirt übernimmt Georg Weinberger.

Nicht nur zur Wahl der neuen Vertreter für die Kammer, sondern auch um Gesetzesänderungen und ihre Folgen zu erklären, waren Kreislandwirt Peter Lautz und Ursula Jandel, Geschäftsführerin der Kammer, angereist. Im Fokus stand vor allem die neue Düngeverordnung. "In unserem Kreis sind die Nitratwerte deutlich besser als in anderen Regionen Nordrhein-Westfalens", befand Stefan Rankenhohn von der Landwirtschaftskammer, "wir befinden uns im grünen Bereich." Das sei sowohl dem "guten Umgang der Landwirte mit Gülle" als auch den bestehenden Wasserkooperationen zu verdanken. "Trotzdem gilt die Novelle der Düngeverordnung auch für Landwirte in unserer Region", beklagte Rankenhohn. Und das bedeutet vor allem: die Einhaltung strengerer Sperrfristen, Düngeverbot für stehendes Gemüse, die Absenkung der möglichen Ausbringmenge und eine Einschränkung der Ausbringtechniken. Außerdem werden die Abstandsauflagen an Gewässern verschärft. Hinzu kommt, dass Landwirte künftig eine lückenlose Dokumentation der Düngung und die jährliche Berechnung des tatsächlichen Düngebedarfs vorlegen müssen. Und das bedeutet für die Landwirte einen erheblichen bürokratischen Mehraufwand. "Das ist ohne Sekretärin bald nicht mehr zu schaffen", befand Torsten Mühlinghaus, Ortsvorsitzender der Kreisbauernschaft. Hilfe dafür will die Kammer mit Formularvorlagen und Berechnungsbeispielen geben. "An vielen Stellen fehlen uns aber noch die Durchführungsvorschriften zu den neuen Gesetzen", beklagte Geschäftsführerin Ursula Jandel.

(resa)
 
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