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Wermelskirchen
Neuer Verein engagiert sich für Freizeitpark

Wermelskirchen. Mit "Flip off" will sich neben "Rollrausch" ein zweiter Verein in die Pläne für einen Park einbringen.

Nach dem Beschluss im Fachausschuss, einen Freizeitpark in Zenshäuschen zu planen, waren die vielen Jugendlichen, die die Sitzung verfolgt hatten, nicht euphorisch, sondern lediglich vorsichtig optimistisch. Mit dem zurzeit 25 Mitglieder starken Verein "Flip off", der sich in der Gründung befindet, bekommen die Freizeitpark-Befürworter neben "Rollrausch" eine weitere, organisierte Stimme in der Stadt.

"Wir haben jetzt ein Etappenziel erreicht. Nicht mehr und nicht weniger. Es gibt durchaus die Sorge, dass es nur bei diesem einen Schritt bleibt", sagte "Rollrausch"-Vorsitzender Marco Lerch. Auch Adam Glosnicki (29) gehörte zur Gruppe der jungen Leute, die die Sitzung nutzten, um mit Bannern und Schildern auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen: "Ein Skate- und Freizeitpark ist in Wermelskirchen dringend nötig. Es muss etwas passieren. Dafür wollen wir heute und auch in Zukunft Präsenz zeigen. Wir wollen das wirklich, werden am Ball bleiben."

"Flip off"-Vorsitzender Ercüment Dolgan (40) sieht sich und seine Mitstreiter in dem neuen Verein als Vertreter der Skater-Interessen innerhalb des Freizeitparks in Zenshäuschen: "Als Verein wollen wir bei der Planung und Gestaltung mitwirken. Wir bringen uns gerne ein. Wir wollen, dass alle, die am Freizeitpark Interesse haben, ihr Ding bekommen." Matthias Meuser (22) aus Remscheid zieht den Vergleich mit der Nachbarstadt. Mit Jassin Khammous kommt er regelmäßig zum Skaten auf den beiden provisorischen Rampen am AJZ Bahndamm. "In Remscheid wurden zwei Skate-Anlagen ohne Abstimmung gebaut. Die sind Schrott. Hier gibt es jetzt die Gelegenheit, etwas Vernünftiges zu bauen."

Daniel Funk, der kurzzeitig zweiter "Flip off"-Vorsitzender war, dieses Amt aber aus Zeitgründen niedergelegt hat, freute sich über den politischen Beschluss: "Letztlich bringt dieses Ausgangskonzept ja auch den angrenzenden Gewerbetreibenden in Zenshäuschen etwas: Sie bekommen eine tolle Werbefläche, die etwa 130.000 Leute im Jahr passieren."

Für Funk, André "Polo" Finger und ihre Freunde von "Flip off" ist klar: "Der Park steht und fällt damit, dass Leute mitwirken, die Ahnung haben. Wir brauchen hier keine Architekten-Rampe wie in Remscheid. Nicht das Geld ist wichtig, sondern die Effizienz bei der Umsetzung. Anständige Rampenbauer schaffen so etwas auch kostengünstig." Adam Glosnicki und Ercüment Dolgan erinnern gerne an die Zeit, als die Wermelskirchener Skaterszene mit etwa 180 aktiven Jugendlichen deutschlandweit bekannt war: "Damals fuhren wir in der Bogenbinderhalle der Katt. An diese Zeiten wollen wir jetzt wieder anknüpfen."

(sng)
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