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Wermelskirchen
Neuer Wirbel um die Vergabe der OGS-Trägerschaft

Wermelskirchen. Die Vergabe der Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule (OGS) an den Grundschulen schlägt in der Stadt erneut hohe Wellen. Von Sebastian Radermacher

An der Grundschule Dabringhausen haben die Eltern nach Informationen unserer Redaktion in diesen Tagen einen Brief der Schulleitung erhalten, in dem ihnen mitgeteilt wird, dass die Stadt beabsichtige, die OGS-Trägerschaft ab dem 8. Oktober an den Internationalen Bund (IB) zu vergeben.

Diese Information habe die Schulleitung vom Träger erhalten, heißt es in dem Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt. Der IB würde damit den DRK-Kreisverband Rhein-Berg ablösen, der seit 1. August - zunächst für eine Übergangszeit bis Oktober - die OGS-Betreuung übernommen hat.

Die Vergabe der OGS-Trägerschaft ist ein bereits seit Monaten andauerndes Thema. Nachdem die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Anfang des Jahres aufgrund finanzieller Engpässe in Erwägung gezogen hatte, die Trägerschaft für fünf Offene Ganztagsschulen (Waldschule, Tente, Pestalozzischule, Dhünn und Dabringhausen) zu beenden, zog die Stadtverwaltung im Februar selbst die Reißleine und kündigte die Verträge zum Schuljahresende. Die Suche nach einem neuen Träger wurde turbulent. Im April einigte sich die Stadt mit dem DRK als OGS-Träger für die Standorte Waldschule, Tente, Dhünn und Dabringhausen.

Der Betreuungsverein Hünger, Träger der dortigen OGS, der sich vergeblich für die Trägerschaft auch in Tente beworben hatte, bewertete das Verhalten der Stadtverwaltung allerdings als rechtswidrig - er zog in Person des Vorsitzenden Peter Kolitschus vor die Vergabekammer. Die Folge: Die Stadtverwaltung musste die OGS-Trägerschaft komplett neu ausschreiben - für eine Übergangszeit von August bis Oktober (Zuschlag ans DRK), parallel dazu in einer zweiten Ausschreibung für die Zeit ab Oktober.

Und in letzterem Verfahren soll jetzt der Internationale Bund den Zuschlag erhalten haben - diese Information verteilt zumindest die Schule in Dabringhausen an die Eltern. Die Stadtverwaltung äußert sich zu dem Schreiben der Schulleitung nicht. "Wir befinden uns in einem laufenden Vergabeverfahren, in dem wir zur Verschwiegenheit verpflichtet sind", sagt Jugendamtsleiterin Barbara Frank. Sie stellt klar: "Es gibt aktuell noch keine Vergabe der OGS-Trägerschaft."

Quelle: RP
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