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Wermelskirchen
Neues Führungsduo im Tierschutzverein

Wermelskirchen. Nach 28 Jahren hat Magda Ditges die Leitung des Tierschutzvereins abgegeben. Der Remscheider Günter Leuerer und die Wermelskirchenerin Sabine Schnier sind nun verantwortlich. Der Verein hat inzwischen 850 Mitglieder. Von Stephan Singer

Günter Leuerer ist der neue Vorsitzende des Tierschutzvereins Wermelskirchen und Umgebung, der Träger des Tierheims am Aschenberg ist. Gemeinsam mit der zweiten Vorsitzenden, Sabine Schnier, wird Leuerer zukünftig die Geschicke des 850 Mitglieder starken Vereins und damit des Tierheims lenken. Die 39 Anwesenden der Jahreshauptversammlung in den Bürgerhäusern wählte das neue Führungsduo einstimmig - ohne Gegenkandidaten und -stimmen.

Günter Leuerer tritt somit die Nachfolge von Magda Ditges an, die sich nach 28 Jahren nicht mehr zur Wahl stellte. Lange Zeit galt Dr. Werner Güntermann als ihr designierter Nachfolger. Güntermann, der zuletzt als zweiter Vorsitzender fungierte, hatte aber vor einigen Wochen überraschend seinen Rücktritt erklärt. Seine Nachfolge als zweite Führungsspitze übernimmt nun 55-jährige Sabine Schnier.

"Ich bin überglücklich und sehr froh, einen Nachfolger gefunden zu haben, der dem Tierschutz mit ganzem Herzen verbunden ist. Das war nicht einfach, mir fällt ein Stein vom Herzen", sagte Madga Ditges voller sichtlicher Freude im Gespräch mit unserer Zeitung. Und weiter: "Ich bin jetzt 78 Jahre. Nach 28 Jahren im Amt war es Zeit, den Vorsitz abzugeben." Durch strenge Regeln bei der Vergabe von Tieren an Interessenten war Magda Ditges immer wieder in die Kritik geraten, wurde als "weltfremd" oder "realitätsfern" bezeichnet. "Ich kenne natürlich die Geschichten, die sich um Magda Ditges ranken. Ich teile aber beispielsweise ihre Art der Vermittlungspraxis", betonte Günter Leuerer. Der neue Vorsitzende kennt Ditges schon lange - er ist selbst Halter des Katers Steven, der aus dem hiesigen Tierheim stammt. "Wer ein Tier von Magda Ditges bekommt, braucht kein polizeiliches Führungszeugnis mehr", sagte Leuerer augenzwinkernd. Er wolle keine Veränderungen mit Brachialgewalt, er sei nicht der neue Besen, der antritt und dann gut kehrt.

Als er gefragt worden sei, ob er den Vorsitz übernehmen würde, habe er gerne und ohne Bauchschmerzen zugestimmt. Mit Blick auf die zweite Vorsitzende Sabine Schnier und den Arbeitsbeginn des neuen Führungsduos unterstrich Leuerer im BM-Gespräch: "Wir werden uns alles in Ruhe anschauen und gucken, was geht und gemacht werden muss. Wir werden uns sicher den Rat von Magda Ditges holen, denn es wäre schlecht, auf ihre langjährige Erfahrung zu verzichten."

Günter Leuerer und Sabine Schnier sind beide Hundeausführer im Wermelskirchener Tierheim. "Das wollen wir auch weiterhin bleiben, das macht den Kopf frei", sagte Günter Leuerer. Der neue Vorsitzende steht kurz vor seinem 61. Geburtstag und schied am 1. Juli 2015 aus dem Vollzeitberufsleben aus. Er ist Diplom-Betriebswirt und war Geschäftsführer bei einem Remscheider Verlag beschäftigt. Einsatz im Tierschutz ist Leuerer nicht fremd. Er engagierte sich bereits in Remscheid im Beirat eines Tierschutzvereins und als operativer Leiter des dortigen Tierheims. "Das musste ich aber wieder aufgeben, weil sich das damals nicht mit einem Vollzeitjob vereinbaren ließ."

Quelle: RP
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