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Wermelskirchen
Neues Netzwerk für junge Familien

Wermelskirchen. In Wermelskirchen werden die Kräfte ab sofort gebündelt. Das neue Netzwerk "Frühe Hilfen" soll dazu beitragen, dass Familien mit Kindern im Alter bis zu drei Jahren optimal unterstützt werden. Gestern kamen im Bürgerzentrum etwa 80 Teilnehmer aus verschiedenen sozialen Arbeitsbereichen bei einer Auftaktveranstaltung zusammen.

"Vorrangig geht es darum, dass sich die Menschen aus den einzelnen Bereichen kennenlernen und erfahren, welche Angebote es überhaupt gibt. Wenn man dann später auf einen Fall stößt, bei dem man selbst nicht weiterhelfen kann, hat man sofort den richtigen Ansprechpartner an der Hand", erklärte Nadja Eichhorn, die das Projekt im Jugendamt koordiniert.

In der Praxis könnte das wie folgt aussehen. "Wenn ich zum Beispiel mitbekomme, dass es bei einer Familie finanziell schlecht aussieht, kann ich eine Beratung organisieren", sagte Christine Wirges, Leiterin der Kita St. Michael. "Damit das klappt, muss man aber erst einmal wissen, wen man ansprechen kann. Dabei hilft das neue Netzwerk", betonte Wirges. Neben ihr waren gestern auch andere Erzieherinnen, Hebammen, Ärzte, Schwangerschaftsberater, Suchtberater, Ansprechpartner für Haushaltshilfen, eine Logopädin, die Schuldnerberatung und Vertreter weiterer Institutionen vor Ort.

"Wir waren bisher schon gut vernetzt, aber ich denke, dass man da noch mehr rausholen kann", sagte Pia Ney, die die Frühförderung der Lebenshilfe leitet. Sie unterhielt sich gestern mit einer Mitarbeiterin der Schwangerschaftskonfliktberatung aus Bergisch Gladbach. "Ich kannte die Dame vorher nicht. Jetzt weiß ich aber genau, dass ich mich an sie wenden kann, wenn ich eine Familie betreue, die in diesem Bereich Hilfe benötigt", sagte Ney.

Das neue Netzwerk "Frühe Hilfen" soll aber nicht nur in Notsituationen helfen, sondern auch einfach zu einem besseren Informationsangebot beitragen. Ein Beispiel hierfür ist der neue Familienwegweiser, der über die Homepage der Stadt zu finden sein wird. Dort sollen nach und nach alle Angebote für junge Familien aufgelistet werden. "So eine Plattform fehlte bisher. Eltern und ihre Kinder werden davon profitieren", ist sich Wirges sicher.

(kron)
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