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Wermelskirchen
Noch eine Vollsperrung in diesem Jahr in Unterburg

Wermelskirchen. Am 15. September wird die neue Brücke am Mühlendamm aufgesetzt. Dann ist die Eschbachstraße unpassierbar. Von Günter Tewes

Schweres Baugerät in Unterburg: Mehr als 50 Tonnen wiegt der Bagger auf der Behelfsbrücke über dem Eschbach. Sein riesiger Bohrkopf für das Fundament der neuen Mühlendammbrücke schwenkt nur wenige Meter neben dem angrenzenden Fachwerkhaus, dessen Fundament mit den alten Bruchsteinen zugleich die Stützwand des Baches ist. "Das letzte der 28 Bohrlöcher wird heute fertiggestellt", hieß es vorgestern auf der Baustelle an der Eschbachstraße.

Damit ist eine wichtige Etappe der im Frühsommer angelaufenen Arbeiten für einen verbesserten Hochwasserschutz in dem Stadtteil mit der Sanierung der maroden Ufermauern des Eschbachs erreicht. "Die Arbeiten sind bislang gut gelaufen", zog Solingens Stadtsprecherin Sabine Rische im Gespräch mit unserer Redaktion eine Zwischenbilanz. Gleichwohl hat sich im Verlauf der ersten Wochen aber ebenso bestätigt, wie kompliziert die einzelnen Arbeitsschritte sind in dem schmalen Tal in Unterburg mit dem dicht am Bach stehen alten Fachwerkhäusern und der direkt daneben verlaufenden Eschbachstraße. An vielen Stellen ist es schwierig, erklärte die Stadtsprecherin. "An die Umleitung halten sich die wenigsten", sagte ein Anwohner aus Unterburg. Jedenfalls bildeten sich auch vorgestern Staus wie eh und je an den Baustellenampeln, die den Verkehr auf der Verbindungsstrecke nach Oberburg und weiter zur A 1 in Wermelskirchen lediglich einspurig durchschleusen.

Dass die Unterburger Durchgangsstraße wegen der Hochwasserschutzarbeiten sogar gänzlich unpassierbar bleibt - wie zuletzt in den Sommerferien -, wird in diesem Jahr indes nur noch an einem einzigen Tag erforderlich, und zwar in zwei Wochen. Am Donnerstag, 15. September, wird die Eschbachstraße noch einmal vollständig gesperrt werden müssen, kündigte Rische an. An diesem Tag wird die neue Mühlendammbrücke aufgesetzt. Wegen der beengten Situation kann der Schwerlastkran dann nur auf der Eschbachstraße positioniert werden, um die aus drei Fertigteilen bestehende neue Brücke über den Eschbach zu hieven.

In den nächsten Tagen wird zunächst die Behelfsbrücke abgebaut. Anschließend werden die Widerlager der alten Mühlendammbrücke abgerissen und auf beiden Uferseiten die neuen Betonwiderlager auf die 28 Bohrfundamente gegossen. Die sind immerhin zwischen sieben und neun Meter tief. Während des Ausfräsens hat der Bohrkopf des Baggers mitunter buchstäblich auf bergischen Fels gebissen. Mehrere Stunden brauchte das 50 Tonnen-Arbeitsgerät für jedes einzelne.

Mit dem Abriss und dem Neubau der Mühlendammbrücke ist die erste Bauphase der eineinhalb Jahre dauernden Hochwasserschutzarbeiten am Eschbach abgeschlossen.

Quelle: RP
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