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Wermelskirchen
Noch keine Einigung über Freizeitpark-Standort

Wermelskirchen. Die Stadt hat mit den Autohäusern gesprochen. Laut Bleek wäre Messink kompromissbereit, "Hildebrandt eher nicht". Von Sebastian Radermacher

Bürgermeister Rainer Bleek hat den Vertretern der politischen Fraktionen in einer nicht öffentlichen Sitzung des Ältestenrates einen Sachstandsbericht zu den Planungen für einen Freizeitpark gegeben. Für die Nutzung der von Bleek und zwei Fraktionen (SPD, Grüne) favorisierten Fläche an der B 51 hinter Lidl hat die Stadtverwaltung in den vergangenen Wochen Kontakt zu den angrenzenden Autohäusern aufgenommen, die auf diesem Grundstück gerne expandieren möchten. "Es gibt bestimmte Vorstellungen für die Nutzung der Fläche, die Autohäuser haben noch einmal deutlich gemacht, dass sie erweitern möchten", sagt Bleek auf Anfrage unserer Redaktion. Auch mit Vertretern von Lidl stand er in Kontakt, denn auch Lidl würde gerne seinen Standort vergrößern und einen Teil des angrenzenden Grundstücks nutzen, bestätigt der Bürgermeister.

Die beiden Autohäuser haben jeweils einen Brief an den Bürgermeister und die Ratsfraktionen verschickt, in denen sie zu dem besagten Thema und dem von SPD und Grüne vorgeschlagenen Kompromiss Stellung beziehen. Bleek fasst den Tenor so zusammen: "Messink wäre kompromissbereit, was eine Nutzung der Fläche für einen Freizeitpark angeht, Hildebrandt eher nicht."

Er kündigt an, dass die Stadtverwaltung in den kommenden Wochen zwei Standorte - an der B 51 und an der Beltener Straße (neben dem Bolzplatz) - unter die Lupe nehmen und nach denselben Kriterien prüfen werde. Dabei spiele zum Beispiel das Thema Schallschutz eine wichtige Rolle, "denn dieser wirkt sich ja auch auf die Kosten aus", erläutert Bleek.

Politische Einigkeit herrscht laut Bleek bei einem anderen Thema: der Änderung des Balkantrassen-Radwegs von der Brücke am Wasserturm geradeaus bis zum Lidl-Parkplatz, nach links nach Zenshäuschen und dann Richtung Thomas-Mann-Straße. "Die Frage ist nun, wie man diese Trassenführung umsetzen kann, auch vor dem Hintergrund, dass Lidl expandieren möchte", sagt Bleek. Er ist optimistisch: "Wir sehen diese Möglichkeit." Der Bürgermeister kündigt an, dass es in der zweiten September-Hälfte einen "Runden Tisch" mit allen Beteiligten geben wird, also mit Vertretern der Verwaltung, der Politik, der Autohäuser, Rollrausch, ADFC und CVJM. Dann soll unter Einbeziehung der detaillierten Prüfergebnisse für die beiden Standorte das Thema Freizeitpark noch einmal diskutiert werden.

Quelle: RP
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