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Wermelskirchen
Noch keine Träger-Kündigung - Awo-Kita nimmt Kinder auf

Wermelskirchen. Der Awo-Kreisverband Rhein-/Oberberg hält sich derzeit bedeckt. Kita ist mit 42 Kindern voll belegt. Von Udo Teifel

Am 9. März 2016 zog der Awo-Kreisverband Rhein-/Oberberg den Schlussstrich einer öffentlich geführten Diskussion über die Zukunft der Awo-Kindertagesstätte Jörgensgasse: Geschäftsbereichsleiterin Alwine Pfefferle teilte auf einer Elternversammlung mit, dass die Awo nach fast 30 Jahren die Trägerschaft abgeben werde. Kündigungstermin: 30. Juni 2016. Dann würde die Trägerschaft am 30. Juni 2017 auslaufen. Bis gestern lag der Stadt aber noch keine Kündigung auf dem Tisch. Und: Der Kindergarten hat fürs Kindergartenjahr 2016/2017 sieben neue Kinder aufgenommen.

"Ja, wir gehen mit 42 Kindern ins neue Kindergartenjahr. Wir sind damit voll belegt", teilte Kita-Leiterin Christina Behr mit. Das sei so mit der Fachbereichsleitung abgesprochen worden. Pfefferle bestätigte das: "Es muss ja weitergehen. Die Kinder haben einen Betreuungsanspruch." Sie bestätigte ebenfalls, dass die Awo noch nicht gekündigt habe. "Wir sind derzeit in Gesprächen mit der Stadt. Mehr möchte ich dazu nicht sagen."

Die Entscheidung, die Trägerschaft abzugeben, war das Ergebnis eines Defizits von 870.000 Euro, das beim Kreisverband aufgelaufen war. Als Grund wurden Gehaltssteigerungen genannt, die für die Erzieher rückwirkend verhandelt worden waren. Die Awo-Trägerschaft für die Ganztagsschulen (Waldschule, Tente, Pestalozzischule, Dhünn und Dabringhausen) hatte die Stadt zum Schuljahresende gekündigt, um zeitnah einen neuen Träger zu finden. Der ist mit dem DRK-Kreisverband gefunden worden.

"Ich wüsste jetzt auch mal gern, wie es mit der Awo-Kita weitergehen soll", sagte Bürgermeister Rainer Bleek. Er habe die Awo angeschrieben um zu erfahren, wie der Sachstand sei, und die städtische Hilfe bei möglichen personellen Engpässen angeboten. "Wir sind in den Planungen zum neuen Kindergartenjahr. Es wäre natürlich gut gewesen, wenn man uns mitgeteilt hätte, wohin die Reise geht." Die Auskunft, die er erhalten hatte, habe ihn nicht weitergebracht, sagte Bleek.

Der Bürgermeister geht jetzt davon aus, dass der Awo-Kreisverband nun auch das nächste Kindergartenjahr bis 30. Juni 2017 durchziehen werde: "Sie halten sich an den Vertrag. Ob der Verband kündigen wird, ist offen."

Quelle: RP
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