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Kommentar
Notfall nicht am Reißbrett planbar

Wermelskirchen. Es ist eine paradoxe Entscheidung, die Patienten in Wermelskirchen treffen müssen. Und das ausgerechnet in einer Ausnahmesituation: im Notfall. Zwar können sie frei entscheiden, in welche medizinischen Hände sie sich begeben. Aber wer würde den weiten Weg wählen, wenn es schnell gehen muss? Patienten sind also mehr oder weniger gezwungen, zu "fremden" Ärzten nach Remscheid zu fahren, weil Bergisch Gladbach viermal weiter entfernt ist. Wer in Wermelskirchen lebt, orientiert sich eher nicht in Richtung Südkreis.

Nicht einmal eine direkte Busverbindung gibt es. Die Entscheider in der KV Nordrhein sollten vom Reißbrett wegtreten. Sie sollten nicht die kommunalen Gebietsstrukturen für die Diensteinteilung der Ärzte zur Hand nehmen, sondern patientenfreundliche Verwaltungsbezirke festlegen. Wie realistisch und gewollt das allerdings ist, zeigt sich Ende des Jahres, wenn neu verhandelt wird.

jessica.balleer@rheinische-post.de

Quelle: RP
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