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Wermelskirchen
SPD-Kandidaten machen neugierig

NRW-Landtags- und Bundestagswahl 2017: SPD-Kandidaten machen neugierig
Heike Engels und Nikolaus Kleine ziehen für die SPD in die Wahlkämpfe. FOTO: SPD Rhein-Berg
Wermelskirchen. Die neuen SPD-Kandidaten für den Landtag und den Bundestag der SPD Rhein-Berg machten neugierig - so war das Interesse im Brauhaus groß. "Als das Ergebnis der Präsidentenwahl in Amerika feststand, habe ich mich gefragt: Warum mache ich das eigentlich?", fragte die Vorsitzende Petra Weber bei ihrer Begrüßung. "Warum investieren wir Zeit und Energie, diskutieren, suchen nach der besten Lösung und versuchen, andere zu überzeugen? Und dann gewinnt jemand, der kein Programm hat und am lautesten schreit." Bei der Antwort waren sich alle einig: "Genau deshalb machen wir das - um solche Leute zu verhindern." Das ist offenbar auch der Antrieb der beiden Kandidaten, die sich den SPD-Mitgliedern vorstellten. Von Walter Schubert

Heike Engels wurde 1990 in Wermelskirchen geboren, lebt in Burscheid und steht kurz vor ihrem Abschluss ihres Marketing- und Management-Studiums. Sie ist seit ihrem 13. Lebensjahr politisch aktiv. Zunächst im Jugendparlament, seit 2006 im SPD-Ortsverein Burscheid und seit drei Jahren im dortigen Stadtrat. Sie bezeichnete sich als "echte Alternative zu Rainer Deppe (CDU) und kandidiert als Direktkandidatin am 14. Mai 2017. Aktuell absolviert sie ein Praktikum im Düsseldorfer Landtag. Gegen Politik-Profis wird sie einen schweren Stand haben, denn ein überzeugendes Konzept wurde an dem Abend noch nicht sichtbar.

"Die Gesellschaft menschlicher und besser machen", ist ein Grund für den SPD-Bundestagskandidaten im Nordkreis, Nikolaus Kleine (60). Er arbeitet seit mehr als 30 Jahren bei der Stadt Köln, aktuell in der Kämmerei, unterrichtet Betriebswirtschaft an der Fachhochschule und ist seit 1990 Ratsmitglied in Bergisch Gladbach. Vielleicht ist er einigen auch in ganz anderer Funktion bekannt. Zusammen mit Ferdinand Linzenich bildete er von 1985 bis 2009 das Kabarett-Duo "Kleine & Linzenich".

Diese Erfahrung prägt und die möchte Kleine auch beim Wahlkampf nutzen. "Natürlich muss eine Partei ein Programm haben, aber gewählt werden Personen", ist er überzeugt. So denkt er an Veranstaltungen nach dem Motto "Kabarett trifft Politik", ein politisches Thema plus Unterhaltungseffekt.

Angetan von dieser Idee, sagte Bürgermeister Rainer Bleek seine Teilnahme zu. Er dankte den beiden für den "Knochenjob": "Ein Wahlkampf ist kein Spaziergang. Ich habe großen Respekt vor den Kandidaten, die sich das antun", sagte der Bürgermeister. 2017 werde ein schwieriges Wahljahr. Die Populisten seien auf dem Vormarsch: "Alle bekannten Parteien verlieren, und die Probleme in den Gemeinden, im Land oder im Bund werden nicht kleiner."

Quelle: RP
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