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Wermelskirchen
Nur an offiziellen Stellen ist Baden erlaubt

Wermelskirchen: Nur an offiziellen Stellen ist Baden erlaubt
Blick aus der Luft auf die vier offiziellen Badestellen der Bever-Talsperre. FOTO: Oberbergischer Kreis (Archiv)
Wermelskirchen. Die Talsperren im Bergischen und Oberbergischen Land bieten gerade an heißen Sommertagen ideale Abkühlung. Aber nur vier Talsperren sind Badegewässer und haben damit offizielle Badestellen. Darauf weist der Wupperverband hin. Von Joachim Rüttgen

Strahlender Sonnenschein, 34 Grad, kaum ein laues Lüftchen. Da tut Abkühlung gut. Die Talsperren des Bergischen Landes können da Abhilfe schaffen. Aber nur an der Bever-, Wupper-, Brucher und Lingese-Talsperre des Wupperverbandes ist das Baden überhaupt erlaubt. Sie sind als Badegewässer nach EG-Richtlinie ausgewiesen, teilt der Wupperverband mit. Dort gibt es Badestellen, die durch Schilder an Land und durch Bojen im Wasser gekennzeichnet sind.

"Nur an diesen gekennzeichneten Stellen ist das Baden offiziell erlaubt, erfolgt aber auf eigene Gefahr. Eine Badeaufsicht gibt es nicht. Allerdings sind während der Badesaison vom 15. Mai bis 15. September zeitweise die DLRG-Stationen vor Ort besetzt", erläutert Susanne Fischer, Pressesprecherin des Wupperverbandes.

Bever-Talsperre An der Bever-Talsperre in Hückeswagen gibt es vier offizielle Badestellen: an der "Zornigen Ameise", an den Campingplätzen I und II sowie im Bereich Käfernberg.

Wupper-Talsperre An der Wupper-Talsperre wurde 2012 eine Badestelle an der Freizeitanlage Kräwinklerbrücke auf Remscheider Stadtgebiet eingerichtet. Auf Radevormwalder Seite gibt es den Freizeitpark Kräwinkel, allerdings ohne Zugang zum Wasser.

Brucher-Talsperre An der Brucher-Talsperre in Marienheide befinden sich vier Badestellen - und zwar im Bereich nahe der Staumauer, der DLRG, des Campingplatzes und des Segelclubs.

Lingese-Talsperre An der Lingese-Talsperre in der Nähe von Marienheide sind drei Badestellen in den Bereichen Linge, Campingplatz und DLRG ausgewiesen.

In den Trinkwassertalsperren des Wupperverbandes, also in der Großen Dhünn-Talsperre, der Herbringhauser Talsperre und der Kerspe-Talsperre darf dagegen nicht gebadet werden. Auch in Brauchwassertalsperren ohne offizielle Badestellen darf nicht gebadet werden Der Wupperverband betreibt darüber hinaus weitere Talsperren, die nicht als Badegewässer gemäß EG-Richtlinie ausgewiesen sind, wie den Stausee Beyenburg, die Ronsdorfer Talsperre und die Lenneper Panzer-Talsperre. "Sie sind Brauchwassertalsperren und dienen dem Hochwasserschutz und der Niedrigwasseraufhöhung in Trockenzeiten", erklärt Susanne Fischer.

An offiziellen Badestellen werden in der Badesaison von Mitte Mai bis Mitte September qualitätssichernde Maßnahmen durchgeführt: Das Gesundheitsamt untersucht das Wasser auf Sichttiefe, Wassertemperatur, Färbung und auf Bakterien (E.coli und Enterokokken), die auf Krankheitserreger hindeuten. Diese können zu Magen-Darm-Infektionen führen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden im Internet veröffentlicht und auch an den Talsperren ausgehängt.

Außerdem werden die Badestellen vor der Badesaison von Tauchern überprüft, damit Badegäste nicht von Gegenständen unter Wasser verletzt werden. So soll für alle Gäste an den Talsperren ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet sein. "Doch Badende sollten sich immer bewusst machen, dass in Talsperren im Gegensatz zu gekachelten Schwimmbädern andere Voraussetzungen herrschen: Unebenheiten am Boden, unterschiedliche Tiefen, Wasserpflanzen, der Wechsel von warmen und kühlen Wasserbereichen", berichtet Susanne Fischer. Hier sei die Eigenverantwortung jedes Einzelnen gefragt.

Darüber hinaus seien einige Regeln zu beachten, etwa, dass Müll nur in die eigens aufgestellten Abfallbehälter entsorgt werden darf. Das Mitführen von Hunden sowie Campen, Zelten, Grillen und der Einsatz von Modellbooten- und Modellflugzeugen sei an den Badestellen nicht gestattet.

Quelle: RP
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