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Wermelskirchen
Open Air im Park zur blauen Stunde

Wermelskirchen. Wieder einmal begeisterte das Blasorchester Dabringhausen die Besucher mit dieser Veranstaltung. Von Eva Budde-Jandt

"Ich bin heute aus München nach Köln geflogen und habe aus dem Flugzeug hier im Dorfpark ganz viele fleißige Ameisen gesehen, die dieses Fest vorbereiteten", ist sich Reinhold Felthaus, Dirigent des Blasorchesters Dabringhausen sicher. Die traditionelle Veranstaltung "Open Air im Park" wurde in diesem Jahr erst am vergangenen Samstag nach den Sommerferien im Dabringhauser Dorfpark abgehalten. Belohnt wurden die "fleißigen Ameisen" und die Besucher, die in großer Zahl erschienen waren, mit Sommer, Sonne, Sonnenschein und Stunden herrlichster Blasmusik. Mit von der Partie waren das Ausbildungsorchester und die Bläser-AG unter Leitung von Ralf von Tegelen. Als Gäste hatten die Dabringhauser diesmal die Musikgemeinschaft Bechen unter Leitung von Florian Rösner und die Linnefetaler Musikanten eingeladen.

Es sich gut gehen lassen bei Bratwurst und Bierchen, Händchen halten und schmusen, wild toben auf dem Spielplatz, "abtanzen" und schunkeln, klatschen und klönen, auch mal auf den Tisch hauen und bei bunter Beleuchtung den Abend gemeinsam genießen - die ganze Bandbreite des Lebens im Park in allen Altersstufen, vom Baby in Papas Tragetuch bis zu Opa mit Gehstock und "tierischen" - das machte diesen Abend so besonders. "Born to play", verkündeten die schwarzen T-Shirts der jungen, angehenden Musiker des Ausbildungsorchesters und der Bläser-AG. Der Aufstieg zu den älteren Kollegen in "große" Orchester erfolgt, wenn die jungen Schüler das entsprechende Niveau erreicht haben. So stellte Reinhold Felthaus auch an diesem Abend drei neue junge Mitspieler vor, mit dem Auftritt im Park ihre Premiere feierten.

Das Blasorchester Dabringhausen hatte als drittes Ensemble angestimmt, in der Besetzung von etwa 40 Spielern gut disponiert. Mit ihnen trat die "Faszination Felthaus" ans Dirigentenpult. Immer wieder fesselt dieser begabte "Bandleader" Musiker und Publikum gleichermaßen, so begeisterte auch an diesem Abend die hohe Aufmerksamkeit und Gespanntheit, mit der die Musiker vom ersten Ton des ersten Marsches an ihre Stücke darboten. Bunt gemischt war das Programm, Adaptiertes wie Abba, Grönemeyer ebenso wie moderne Bläsermusik oder traditionelle Märsche - der Platz tobte mit jedem Stück mehr und mehr.

Vorher hatten bereits die Gäste der Musikgemeinschaft Bechen Platz genommen, am Pult der junge Dirigent Florian Rösner. Auch diese knapp 35 Musiker präsentierten ein breitgefächertes Repertoire mit Filmmusik, Volksliedgut und Popmusik, dazu natürlich auch Märsche.

Zu später Stunde spielten dann die Linnefetaler Musikanten auf. "Ja, jeder fragt mich, wer sind diese Linnefetaler Musikanten, niemand kennt sie. Wir sind einfach ein zusammengewürfelter Haufen von Musikern aus der Region", lüftet Tubist Thorsten Steinhaus das Geheimnis. Weil die eingeladenen Gäste für den Abend nicht zusagen konnten, formierte sich eigens die Truppe. "Und da mussten wir ja einen Namen haben."

Quelle: RP
 
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