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Wermelskirchen
Parkplatzsituation am Wiesenweg beschäftigt die Anwohner

Wermelskirchen. Die Stadtverwaltung versucht, bei allen geplanten Neubauprojekten, die auch zur Unterbringung der Flüchtlinge dienen, mit bestmöglicher Transparenz die Bürger und Anwohner zu informieren. Auch für das Vorhaben am Wiesenweg gab es einen Info-Abend, zu dem Bürgermeister Rainer Bleek wieder Vertreter aller zuständigen Abteilungen mitgebracht hatte. Von Walter Schubert

Die Rheinisch-Bergische Siedlungsgenossenschaft (RBS) aus Bergisch Gladbach hat die ehemals städtischen Häuser Wiesenweg 6 bis 16 erworben. Geplant ist ein Abriss und die Errichtung eines Neubaus mit 13 Wohnungen. Der Abriss ist für die Sommerferien 2017 geplant, im Herbst soll der Bau beginnen, nach etwa einem Jahr soll der Neubau fertig sein. Fünf Wohnungen sind für Flüchtlinge vorgesehen, acht Wohnungen bieten preiswerten Wohnraum zu 5,25 Euro Netto-Kaltmiete pro Quadratmeter.

Architekt Timo Hilverkus stellte die Pläne vor. "Ich bin sicher, dass dieser Neubau das Viertel aufwertet", sagte er. Dafür bekam er Zustimmung von den rund 20 Wermelskirchenern, die zur Veranstaltung ins Bürgerzentrum gekommen waren. Eine Verbesserung ist sicher, da die bestehenden Gebäude stark heruntergekommen sind. Für jede Wohnung ist ein Pkw-Stellplatz vorgesehen - zwei Plätze vor dem Haus auf dem Grundstück sowie elf in einer Tiefgarage. Diese Lösung ist in diesem Viertel wichtig, da die Parkplatzsituation äußerst schwierig ist. Zu diesem Thema gab es auch die meisten Nachfragen. "Auf diese Fragen sind wir heute Abend nicht vorbereitet", sagte Verwaltungsdirektor Jürgen Scholz. Randolph Schmidt (CDU) versprach, diese Fragen im Fachausschuss zu besprechen.

Dass in diesem Neubau Flüchtlinge einziehen werden, ist für die Nachbarn überhaupt kein Problem. Es gab bereits in den Altbauten Flüchtlinge, und beim Neubau werde die gewünschte "Durchmischung" ja gut erreicht. Nachbar Frank Stubenrauch fragte nach der Höhe des Gebäudes. "Der Neubau wird nicht höher als der Bestand", sagte Architekt Hilverkus. Und wer kümmert sich um den Neubau? "Die RBS verwaltet die Häuser. Wir sind dazu verpflichtet, da wir öffentliche Mittel verwenden", betonte RBS-Geschäftsfüherin Sabine Meschjohann. "Und da die Häuser auf eine Nutzungsdauer von 50 bis 70 Jahren ausgelegt sind, haben wir ein großes Interesse daran, dass alles in Ordnung bleibt." Die RBS hat etwa 2000 Wohnungen im Bestand, die meisten in Bergisch Gladbach. "Mit einer Durchschnittsmiete von sechs Euro pro Quadratmeter liegen wir 20 bis 25 Prozent unter dem Mietspiegel von Bergisch Gladbach", betonte Meschjohann.

Wichtig für die Anwohner ist der Hinweis, dass es durch den Neubau keine Straßensanierung geben wird. Es entstehen also auch keine Kosten. 431 Flüchtlinge aus 36 Ländern leben an 41 Standorten in Wermelskirchen. Um dem zukünftigen Zusammenleben einen guten Start zu geben, schlug RBS-Geschäftsführerin Meschjohann ein Grillfest nach der Fertigstellung vor.

Quelle: RP
 
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