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Wermelskirchen
Parksuchverkehr stoppen

Wermelskirchen: Parksuchverkehr stoppen
Ab hier soll nach Ansicht der SPD der Autoverkehr künftig von der Telegrafenstraße nach rechts über die Straße "An der Feuerwache" abfließen – und nicht mehr durch den Engpass. FOTO: Dörner
Wermelskirchen. SPD-Antrag zur Telegrafenstraße: Mehr Steinpoller, damit Fahrzeuge nicht mehr auf dem Bürgersteig parken; absolutes Halteverbot auf der linken Seite und Durchfahrtverbot im "Engpass" für Kraftfahrzeuge. Von Udo Teifel

Die Telegrafenstraße soll nach Ansicht der SPD-Fraktion den Status bekommen, für den sie ausgebaut wurde: ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich – keine Durchgangsstraße. Denn als letzteres wird sie nach wie vor von Autofahrern genutzt. Auch wenn der Brückenweg einst zur Entlastung gebaut wurde. Doch gerade dieser starke Kraftfahrzeugverkehr auf der Telegrafenstraße in all seinen Facetten ist nach Ansicht der SPD das eigentliche Problem, warum es zu keiner vernünftigen Lösung mit den Balkantrasse-Radfahrern kommt. Deshalb fordern die Sozialdemokraten jetzt in einem Antrag, den Parksuchverkehr drastisch zu unterbinden. Eine der wohl gravierendsten Vorschläge: Das Durchfahrtsverbot im Engpass Telegrafenstraße für Pkw.

Die SPD unterstützt, wie bereits von der Stadtverwaltung vorgeschlagen, ein temporäres, absolutes Halteverbot. Im Pressegespräch erläuterten Bernhard Schulte und Jochen Bilstein, warum: "Das geltende beschränkte Halteverbot wird missbraucht. Das ist tagtäglich zu beobachten." Die SPD erwartet durch ein absolutes Halteverbot steigenden Parkdruck auf den Gehwegen. Deshalb müssten mehr Absperrungen vorgenommen werden – in Form von Naturstein(sitz)pollern. Geprüft werden solle, ob nicht auch die Zufahrt zum Rathaus-Parkplatz von der Telegrafenstraße geschlossen werden könnte – "wir wissen, dass dort das Ärztehaus ist. Wäre aber die Schließung machbar, würde der Parksuchverkehr noch deutlicher eingeschränkt."

Freie Fahrt für Busse, Taxis, Räder

Da bisher die Autofahrer die Entlastungsstraße Brückenweg nicht angenommen haben, soll die Durchfahrt Engpass Telegrafenstraße gesperrt werden – und zwar ab dem Abzweig der Straße "An der Feuerwache". Ein "Einfahrt verboten"-Schild soll jegliche Zufahrt verhindern – auch zu den Parkplätzen vor der Sparkasse. Eine Ausnahme soll's nur für Busverkehr, Radfahrer und Taxis geben.

"Der Rückstau am Brückenweg wird hoffentlich viele Autofahrer zum Nachdenken bewegen, gleich den Brückenweg zu befahren", so Schulte. Mit einer solchen Verkehrsregelung würde auch der Engpass (zwischen Volksbank und Venezia) für Radfahrer entlastet, zudem würde das Linksabbiegen in die Kölner Straße endgültig unterbunden. Die Zufahrt zum Sparkassen-Mitarbeiterparkplatz könnte über eine Ausnahmeregelung gestattet werden.

Bilstein und Schulte sind sich einig, dass die jetzige Streckenführung der Balkantrasse durch die Innenstadt "alternativlos" sei – alle anderen Strecken seien viel zu gefährlich. "Wird das Verkehrsaufkommen durch diese Vorschläge auf der Telegrafenstraße reduziert, entspannt sich auch das Problem mit dem gegenläufigen Radverkehr", ist sich Schulte sicher. Die Einwände von Einzelhändlern bezeichnete Bilstein als "Gejammere wie in den 90er Jahren: Ich dachte, das hätten wir überwunden."

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(RP/ac)
 
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