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Wermelskirchen
"Peta" zeigt Landwirt wegen Vernachlässigung einer Kuh an

Peta-Protest in Dessous und mit Tierköpfen auf der Berlin Fashion Week
Peta-Protest in Dessous und mit Tierköpfen auf der Berlin Fashion Week FOTO: dpa, car kde
Wermelskirchen. Die Tierrechtsorganisation "Peta" hat jetzt gegen einen Wermelskirchener Landwirt bei der Staatsanwaltschaft Köln Strafanzeige gestellt wegen unterlassener Hilfe. Nach Darstellung von Peta soll der Landwirt offensichtlich über Wochen eine Kuh vernachlässigt haben. Peta fordert auch ein Tierhalteverbot für den Landwirt.

Ein Informant hatte im Mai, so berichtet jetzt die Organisation, das abgemagerte Tier in einem Milchproduktionsbetrieb entdeckt. Es soll unzählige kahle Stellen gehabt und in den eigenen Exkrementen gelegen haben. Wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung wurde laut Peta in den vergangenen Tagen Strafanzeige gestellt. Auch andere Kühe sollen in keinem guten Zustand gewesen sein.

"Der Wermelskirchener Landwirt ist offensichtlich völlig unfähig, sich um die in seiner Obhut befindlichen Tiere zu kümmern", sagte Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tier in der Ernährungsindustrie bei Peta Deutschland. "Zum Wohl der Tiere fordern wir ein sofortiges Tierhalteverbot und eine Unterbringung der Tiere auf einem Lebenshof."

Ein Tierarzt hatte die Kuh laut Peta am 12. Mai von den Leiden erlöst. Ein Informant soll laut der Organisation die Tierschutzbehörde mehrfach auf das Tier aufmerksam gemacht haben.

Nackter Peta-Protest gegen Stierhatz in Pamplona FOTO: afp, AG/seb

Dem widersprach gestern die Kreisverwaltung. "Wir sind erst am 12. Mai anonym über die Leitstelle informiert worden", sagte Kreissprecher Alexander Schiele. Vorher sei der Fall nicht bekanntgewesen. Das Veterinäramt habe sich telefonisch mit dem Landwirt zeitnah in Verbindung gesetzt - da sei mitgeteilt worden, dass das Tier getötet werde. Das habe auch ein Tierarzt dem Veterinäramt bestätigt.

Als dann eine Anzeige gegen den Betrieb eingegangen sei, wurde laut Schiele der Hof am 19. Mai überprüft. "Wir haben keine Hinweise gefunden, die ein Tierhaltungsverbot rechtfertigen würden", sagte der Kreisssprecher. Kühe und Kälber seien in einem ordnungsgemäßen Zustand gewesen.

(tei.-)
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