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Wermelskirchen
Pflastersteine müssen neu verlegt werden

Wermelskirchen: Pflastersteine müssen neu verlegt werden
Die Pflastersteine bis hinunter zum Café Wild müssen neu verlegt werden. Manfred Schömer begann gestern, die jeweils knapp 20 Kilogramm schweren Steine mit einer speziellen "Kralle" herauszunehmen. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Wermelskirchen. Zusätzliche Arbeiten an der Oberen Remscheider Straße: Weil die bereits Ende 2014 verlegten Pflastersteine verschiedene Mängel aufweisen, müssen sie noch einmal komplett neu verlegt werden. Die Anwohner sind verärgert. Von Sebastian Radermacher

Thomas Wild hat erst vor wenigen Tagen neue Sitzgelegenheiten für die Gäste vor seinem Café gekauft. Neue Bänke und Tische wurden montiert, zusätzliches Mobiliar ist bereits bestellt. Doch in nächster Zeit werden die Gäste bei schönem Wetter nicht draußen vor dem Café verweilen können - und auch die Anfahrt wird wieder zu einem großen Problem. Der Grund: Die bereits Ende 2014 verlegten Pflastersteine der Oberen Remscheider Straße müssen wieder herausgenommen und noch einmal neu verlegt werden.

"Im Zuge des Ausbaus der Oberen Remscheider Straße stellte sich heraus, dass die bereits ausgebaute Fahrbahnfläche zwischen Weihnachtsbaum und Anschluss Markt verschiedene Mängel aufweist", teilte Tiefbauamtsleiter Harald Drescher gestern mit. Das Tiefbauamt habe kurz nach Weihnachten festgestellt, dass die Pflastersteine bereits Verschiebungen und ungleichmäßige Fugenbreiten aufwiesen. Drescher: "Die ausführende Tiefbaufirma wird die Mängel nun kurzfristig beseitigen." Für die erforderlichen Arbeiten lasse es sich nicht vermeiden, den betroffenen Straßenbereich für eine gewisse Zeit zu sperren. Bereits gestern begannen Mitarbeiter der zuständigen Baufirma, die Pflastersteine herauszunehmen.

Auf Nachfrage erklärte Drescher, dass die Steine teilweise "abgesackt" seien. Außerdem seien die Steine farblich nicht einheitlich, das sei aber nur ein geringes Problem. Die Baufirma werde beim erneuten Verlegen der Pflastersteine darauf achten, dass ein gleichmäßiger Übergang der etwas helleren zu den etwas dunkleren Steinen geschaffen werde. Der Durchgang für Fußgänger entlang der Baustelle werde jederzeit aufrechterhalten. Bei Fragen sollen sich Bürger an die Mitarbeiter des Tiefbauamtes im Rathaus wenden. Die Stadtverwaltung Wermelskirchen bittet um Verständnis für die entstehenden Einschränkungen.

Thomas Wild und die übrigen Anwohner sind verärgert, dass sie nun schon wieder eine Baustelle vor der Haustür haben. "Gerade jetzt, wenn das Wetter schöner und deutlich wärmer wird und die Menschen gerne draußen sitzen möchten, ist das schon sehr ärgerlich", meinte Thomas Wild gestern. Vor allem an sonnigen Tagen müsse er mit finanziellen Einbußen rechnen, weil Gäste den Außenbereich nicht nutzen können. "Es wird staubig und dreckig, da kann sich keiner nach draußen setzen", beklagte er.

Die Anwohner müssen nun mit der Situation leben und das Beste daraus machen. "Die Bauarbeiter haben mir versichert, dass sie den unteren Bereich der Straße so schnell wie möglich wieder herrichten werden", sagte Wild. Etwa drei Wochen sollen die Bauarbeiten dauern, habe man ihm mitgeteilt. Harald Drescher geht davon aus, dass die Arbeiten schneller beendet sein werden. "Das wird relativ zügig gehen", sagte er gestern. Eine genaue Prognose konnte er nicht abgeben.

Und warum werden die Steine erst jetzt neu verlegt, obwohl die Mängel bereits kurz nach Weihnachten festgestellt wurden? Laut Drescher musste zwischen Verwaltung und Baufirma abgestimmt werden, wer für den Schaden aufkomme. Außerdem habe das Wetter zwischenzeitlich nicht mitgespielt, sagte der Tiefbauamtsleiter.

Quelle: RP
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