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Wermelskirchen
Politik entscheidet über Parkraumkonzept

Wermelskirchen: Politik entscheidet über Parkraumkonzept
Dieses Foto entstand an einem Sonntagvormittag: Auf der Telegrafenstraße wurde links und rechts wild geparkt. Viele wollen wohl möglichst vor der Tür der Läden parken. FOTO: Udo Teifel (Archiv)
Wermelskirchen. Die Verwaltung will Anregungen aufgreifen, die ein externes Fachbüro zum Thema Parken erarbeitet hat: Mehr Kurzzeitstellplätze schaffen, zwei Parkautomaten am Bürgerzentrum aufstellen und einheitliche Parkgebühren. Von Solveig Pudelski

Autofahrer und vor allem Pendler, die im Stadtkern Wermelskirchens arbeiten, müssen sich darauf einstellen, dass es zukünftig keine kostenfreien Langzeitparkplätze im zentralen Innenstadt mehr gibt. Und Kurzeitparker werden nicht immer nah am Ziel und kostenfrei parken können, wie sie es wünschen. Denn die Stadtverwaltung möchte das Parken neu sortieren. Dabei geht es um alle drei Kategorien: das Kurzzeitparken, die mittlere Parkdauer und das Langzeitparken. Am 5. März soll der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr über ein neues Parkraumkonzept abstimmen. Dieses wurde bereits im September vergangenen Jahres vorgestellt.

Ein neues Parkraumkonzept scheint dringend notwendig. Der Parkdruck wächst auch in einer Kleinstadt wie Wermelskirchen - vor allem, wenn der Loches-Platz neu bebaut wird und damit kostenfreie Langzeitparkplätze wegfallen, was in der Politik in den vergangenen Monaten heiß diskutiert wurde. Auch das wilde Parken im Bereich Telegrafenstraße sorgte für Ärger.

Ein externes Büro, das Verkehrsbüro Isaplan/ViA, hatte den Auftrag zur Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans erhalten, dabei das aktuelle Parkraumkonzept untersucht und Verbesserungsvorschläge unterbreitet. 237 Stellplätze hatte das Büro ermittelt, davon 61, wo mit der Parkscheibe "bewirtschaftet" werde. Das sind nun die geplanten Änderungen:

Kurzeitparken Die Anzahl der Kurzzeitparkplätze in der Innenstadt soll erhöht werden. Das heißt, dass mit Parkscheibe eine halbe Stunde kostenfrei geparkt werden darf - für den Brötchenkauf und andere kleinere Besorgungen dürfte das ausreichen. Die Idee ist, dass so im Kernbereich ein hoher Umschlag erzielt wird. Aktuell gibt es acht Kurzzeitparkplätze. Ausgeweitet werden soll das Angebot im öffentlichen Straßenraum unter anderem auf der Telegrafenstraße, Kölner Straße, Obere Remscheider Straße, Schillerstraße, Schulgasse und Brückenweg. Kostenpunkt: 1000 Euro. Als Kurzzeitparker gelten Autofahrer, die ihren Wagen ein, zwei Stunden abstellen.

Bewirtschaftete Parkflächen Die Stadt soll beauftragt werden, mit allen Parkplatzbetreibern zu sprechen, um eine einheitliche Regelung der Bewirtschaftung zu erzielen. Sprich: Überall soll die gleiche Gebühr erhoben werden - das Projektbüro hatte ein Euro pro Stunde vorschlagen.

Außerdem sollen im Bereich des Bürgerzentrums zwei Parkscheinautomaten aufgestellt werden: einen für den Außenparkplatz, einen weiteren auf der ersten Etage der Tiefgarage. Die Kosten dafür sowie für die Schranken-Anlagen werden auf rund 30.000 Euro geschätzt. Dies müsste im nächsten Haushalt berücksichtigt werden.

Langzeitparken Das sind Autofahrer, die mehr als vier, fünf Stunden parken. Im Bereich der Dresslerschen Halle wird die Stadt neue Langzeitparkplätze zur Verfügung stellen. das hat der Stadtrat am 15. Dezember beschlossen. Sie sollen den Wegfall der Parkplätze auf dem Loches-Platz etwas kompensieren. Daher soll die Verwaltung prüfen, ob und wo weitere Langzeitparkplätze zur Verfügung gestellt werden können. Die Fraktion der Grünen beantragt, die Situation der Dauerparker in der Innenstadt nach Fertigstellung der Loches-Platz-Bebauung zu prüfen, eventuell ein Bewirtschaftungskonzept für den neuen Parkplatz an der Feuerwache zu planen. Auch solle geprüft werden, ob Investoren dort ein Parkhaus bauen und bewirtschaften könnten, heißt es.

Außerdem soll die Stadtverwaltung prüfen, ob Jobtickets angeboten werden können. Es handelt sich um ein Firmen-Ticket, das Unternehmen, Verwaltungen und Behörden erwerben können und ihren Mitarbeiter für die Fahrten mit Bus und Bahn zur Verfügung stellen.

Quelle: RP
 
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