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Wermelskirchen
Polizei setzt Streife auf der Balkantrasse fort

Wermelskirchen: Polizei setzt Streife auf der Balkantrasse fort
Auf Streife: Polizist Carsten Christoph im Gespräch mit einem Radfahrer auf der Balkantrasse. FOTO: Jürgen Moll (Archiv)
Wermelskirchen. Die Kontrollen nehmen die meisten Bürger positiv wahr. Eine große Gefahr: Immer mehr Radfahrer hören Musik während der Fahrt. Von Walter Schubert

Mit Fahrrädern, einem Motorroller und manchmal auch mit einem Motorrad fährt die Polizei Streife auf der Balkantrasse. Vier Polizisten aus Wermelskirchen und zwei Beamte aus Burscheid kontrollieren in unregelmäßigen Abständen diesen Bereich. Der Einsatz richtet sich nach dem Dienstplan und auch nach dem Wetter. Denn bei Regen sind ja nur wenige auf dem gemeinsamen Rad-/Gehweg unterwegs.

Und damit sind die Probleme auch schon beschrieben. "Dort treffen Fußgänger und alles, was Räder hat, aufeinander", sagt Andreas Weilermann, Polizeihauptkommissar und Dienststellenleiter der Wache in Wermelskirchen. "Es funktioniert nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme - und die ist nicht bei allen vorhanden." Bei schönem Wetter sind Fußgänger, Hundebesitzer, Radfahrer, Inline-Skater, Rollstuhlfahrer, Familien mit Kinderwagen und mit Kinderfahrrädern unterwegs. Vermehrt tauchen auch Fahrräder mit Elektromotor auf, die eine recht hohe Geschwindigkeiten erreichen. "Es gibt Tage, da wird es ganz schön eng", bestätigt Oberkommissar Frank Burkert, der auf der Trasse Streife fährt.

Die Polizisten hätten sich einen breiteren Weg gewünscht, so wie er hinter Burscheid in Richtung Leverkusen beginnt. "Dort ist es kein Problem, wenn zwei Räder nebeneinander fahren - in beide Richtungen", berichtet Weilermann. Er wohnt in Burscheid und fährt meist mit dem Fahrrad zu seiner Dienststelle in Wermelskirchen. Daher kennt er die Situation auf der Trasse aus eigenem Erleben. "Wenn sich eine Hundeleine quer über die Fahrbahn spannt, ist es gut, wenn man nicht so schnell unterwegs war und rechtzeitig bremsen kann", betont der Leiter der Wache.

Immer wieder suchen die Polizisten das Gespräch mit den Bürgern. "Hunde sind anzuleinen, rechtzeitiges Klingeln ist wichtig, und die Rennradfahrer müssen einsehen, dass es sich nicht um eine Trainingsstrecke handelt", betont Burkert. Die Polizisten klären die Menschen auf der Trasse auf und weisen darauf hin, dass es nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme funktioniert.

Ein Problem, nicht nur auf der Balkantrasse, ist die Benutzung von Smartphones mit Kopfhörern, während man mit dem Fahrrad unterwegs ist. Viele Radfahrer telefonieren oder hören Musik während der Fahrt, haben die Polizisten festgestellt. "Das geht gar nicht. Die Leute sind ja für die Umgebung völlig taub", meint Weilermann.

Zwei Streifenfahrten gibt es eigentlich jeden Tag. "Ein Polizist kann sich auch in der Freizeit jederzeit in den Dienst stellen", sagt Weilermann. Und so könnte er auch auf dem Heimweg nach Burscheid diejenigen ansprechen, die sich nicht ganz korrekt verhalten. Als "klassische Polizeiaufgabe" bezeichnen die Polizisten ihre Kontrollen auf der Trasse - und von den meisten Bürgern werde sie auch positiv wahrgenommen.

Quelle: RP
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