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Wermelskirchen
Polizeiwache ist wieder trockengelegt

Wermelskirchen: Polizeiwache ist wieder trockengelegt
FOTO: Teifel Udo
Wermelskirchen. Es war eine schwierige "Geburt". Aber nach neun Monaten ist es vollbracht: Die neue Polizeiwache in Burscheid-Hilgen ist wieder trockengelegt. Von Udo Teifel

Die Handwerker sind derzeit fleißig und ebenso zuversichtlich wie Wachleiter Andreas Weilermann: "Mitte September können wir das Erdgeschoss wieder uneingeschränkt nutzen." Dann ist der Wasserschaden in der neuen Polizeiwache in Burscheid-Hilgen endlich behoben. Nach neun Monaten.

Die Vorfreude war groß, als am 15. Januar die Wachen Wermelskirchen und Leichlingen in Hilgen ins neue Gebäude einzogen. Zwei Wochen später die Hiobsnachricht: Rund 20.000 Liter Wasser waren seit Dezember 2015 in einen Zwischenraum unter dem Fußboden gelaufen. Kurz vor der geplanten Einweihung wurde der Schaden sichtbar. Wände wurden rausgerissen, Fußböden geöffnet. Zum Feiern war niemandem zumute. Zwischen Trockenbauern, Geräten und Baustaub wurde die Wache kurzerhand ins erste Stockwerk verlegt - man rückte zusammen. Umkleideräume und Duschen wurden in Containern auf dem Hof untergebracht.

Die Damenumkleide ist gefliest, die Trennwand eingesetzt. Wachleiter Andreas Weilermann ist sehr zufrieden. - Rechts die Räume ohne Trennwand, als zum zweiten Mal Wasser entdeckt worden war. FOTO: Teifel

Überall liefen Trocknungsgeräte, um durch die gebohrten Löcher im Fußboden eine Luftzirkulation zu erreichen. Als man im Juni dann zuversichtlich war, dass der Zustand ein Ende haben werde, wurde neues Wasser entdeckt - es sammelte sich am tiefsten Punkt unter der Damentoilette. Damit begann die Prozedur von Neuem.

Inzwischen legen die Anstreicher letzte Hand an. Denn die Messungen haben ergeben, dass alles trocken ist. Die Fußböden sind längst gekachelt, das Gewahrsam ist schon wieder im Betrieb, in den Duschen müssen die Abflüsse noch neu verlegt werden. Dann werden die Umkleiden noch umgeräumt. Mitte September soll der Schlussstrich gezogen werden. Eine nachgeholte, offizielle Einweihung wird es aber nicht geben. Das steht schon fest. "Wir werden im Behördenkreis eine kleine Feier veranstalten - quasi ein Dankeschön an die Kollegen, die mit viel Geduld diesen Zustand neun Monate ertragen haben", verspricht Weilermann. Für den Handwerksbetrieb, dessen Mitarbeiter mit einer Schraube den Spülkasten beschädigte, aus dem das Wasser später floss, wird's teuer. Weilermann spricht von einem sechsstelligen Betrag, der für die Sanierung aufgewandt werden musste. Seine Versicherung hat sich aber zur Schadensregulierung bereiterklärt.

Quelle: RP
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