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Wermelskirchen
"Profil-M" drittbester Arbeitgeber in NRW

Wermelskirchen: "Profil-M" drittbester Arbeitgeber in NRW
Daniela Turck (vorne) und ihre Geschäftspartner Christian Stöwe, Michael Paschen und Anja Beenen FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Wermelskirchen. Einen Erfolg fährt die Wermelskirchener Personalberatung beim Wettbewerb "Beste Arbeitgeber in NRW" ein. Schon in vorherigen Wettbewerben schnitt die Firma gut ab. Denn das Feedback der eigenen Mitarbeiter wird ernst genommen. Von Stephan Singer

Das "M" im Firmennamen "Profil-M" steht für "Mensch" oder auch "Management" und ist bewusst interpretierbar gehalten, wie Geschäftsführerin Daniela Turck erläutert. Die 1991 in Remscheid-Lennep gegründete Personalberatung siedelt seit 2010 auf Wermelskirchener Boden im ehemaligen BEW-Gebäude an der Berliner Straße - der Bedarf an einem größeren Gebäude hatte den Umzug nötig gemacht.

Jetzt landete "Profil-M" bei der Premiere des Wettbewerbs "Beste Arbeitgeber in NRW" in der Kategorie der Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern auf dem dritten Platz (die BM berichtete). Schon zuvor konnte sich "Profil-M" bei der bundesweiten Ausschreibung des Wettbewerbs ("Deutschlands beste Arbeitgeber") über ein gutes Abschneiden freuen und ist Träger des Qualitätssiegels "Great place to work".

Bewertungsgrundlage für das verantwortlichen Instituts ist die Befragung der Mitarbeiter der teilnehmenden Firmen zu Themen ihres Arbeitsplatzes sowie die Befragung des jeweiligen Managements zur Personalführung. Dabei steht das unmittelbare Urteil der Mitarbeiter der Unternehmen im Vordergrund, da die beiden Bewertungsinstrumente im Verhältnis zwei zu eins gewichtet werden.

"Wir haben inzwischen in einem Turnus von zwei Jahren drei Mal an diesen Wettbewerben teilgenommen und immer super Ergebnisse erzielt", freut sich Daniela Turck, die gemeinsam mit Anja Beenen, Michael Paschen und Christian Stöwe das Geschäftsführer-Quartett von "Profil-M" bildet - alle vier sind Gründer der Firma. "Wir haben mit anfangs am Wettbewerb teilgenommen, um von unseren Mitarbeitern zu hören, welche Handlungsfelder wir zurückgemeldet bekommen. Viele Beratungsfirmen haben eine sehr hohe Mitarbeiter-Fluktuation, wir so gut wie gar nicht. Das entspricht unserem Ziel: Den Mitarbeitern eine berufliche Heimat bieten." Man wolle echtes Feedback und verlange viel - gebe aber auch viel zurück. "Wir wollen aber gerne wissen, was wir zurückgeben sollen."

"Profil-M" sei bei den Rückmeldungen durch die zur Zeit 56 Mitarbeiter immer "ganz, ganz gut dabei" gewesen. Dennoch hätte sich auf diesem hohem Niveau der eine oder andere Handlungsbedarf ergeben: "Wir sind im Gesundheitsmanagement für die Mitarbeiter aktiv geworden und arbeiten gerade an der Verbesserung der Integration neuer Mitarbeiter in das Unternehmen", sagt Daniela Turck.

Durch die Wettbewerbsteilnahe ergeben sich natürlich auch Rückschlüsse auf die tägliche Arbeit der Firma: "Personalführung und -arbeit sind die Handlungsfelder bei unseren Kunden. Diese nehmen uns als authentisch wahr - wir leben das, was wir predigen, das ist stimmig. Das wird einer der Gründe sein, warum wir seit unserer Gründung kaum Kunden verloren, aber stets neue hinzu gewonnen haben", ist sich die 46-Jährige sicher.

Um den Wachstumskurs der Firma, der selbst in den wirtschaftlich schwierigen Jahren 2008 und 2009 lediglich zu einer kurzzeitigen Stagnation, aber nicht zu Einbrüchen führte, macht sich Daniela Turck keine Sorgen: "Wir laufen in einen Fachkräftemangel hinein, die Personal-Resourcen werden stetig knapper. Deshalb wird es immer wichtiger, die richtigen Leute am richtigen Platz zu haben. Unsere Konzernkunden überlegen schon heute, wo sie in sechs bis zehn Jahren gute Leute her bekommen." Letztlich müsse man sich darüber im Klaren sein, dass eine Fehlbesetzung eines Top-Manager-Postens unendlich viel Geld koste.

Für Daniela Turck, übrigens studierte Psychologin, steht der Mensch im Vordergrund des Interesses: "Jeder bringt in eine Position sein eigenes Geschmäckle hinein und eigene Leute mit. Nicht die Struktur führt, sondern der Mensch. Deshalb muss nicht nur die Kompetenz stimmen, sondern auch die kulturelle Passung zu einem Betrieb."

Quelle: RP
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