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Wermelskirchen
Rad-Stau auf Trasse

Wermelskirchen. Die Reaktionen auf die Ankündigung der heimischen Politik, mit 510.900 Euro den Bau des Ratsweges auf der alten Bahntrasse zwischen Bergisch Born und Hilgen zu unterstützen, könnten unterschiedlicher nicht sein. Von Udo Teifel

In seiner jüngsten Sitzung hatte der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig den empfehlenden Beschluss gefasst, das 2,9 Millionen teure Projekt umzusetzen. Förderanträge sind gestellt. Der Stadtrat soll die städtischen Mittel in Höhe von 510 900 Euro in den kommenden beiden Haushalten bereitstellen, damit der Radweg gebaut werden kann.

Als schärfster Kritiker äußerte sich Axel Heimchen am "Heißen Draht". Angesichts der klammen Kasse könne so ein Projekt nicht verwirklicht werden: "Wenn kein Geld vorhanden ist, muss darauf verzichtet werden." Und Geld sei nun mal nicht vorhanden. Er nannte da den schlimmen Zustand der Straßen ("Im Quellenweg reiht sich ein Loch neben dem anderen.") oder die Situation der Schulen. "In der Realschule werden Schüler in Containern untergebracht, die man eher als Baracke bezeichnen sollte."

Auch die Innenstadt sei seiner Ansicht nach verbaut: "Die ist wenig zweckmäßig, sondern nur fürs Auge." Das habe er schon in der Planungsphase den Fachleuten gesagt. Der Unternehmer weiter: "Viele Kunden sagen mir: Wofür brauchen wir so breite Fußwege?" Und zum Fahrradweg meinte er: "Hier ist keine Region zum Fahrradfahren. Das Geld können wir uns sparen. Der Radweg wird nur etwas für Sportambitionierte."

Ganz anders sieht dies Wolfgang Eisenreich. Der SPD-Politiker schreibt, dass Wermelskirchen mit diesem Radweg "familienfreundlicher und attraktiver für Gäste" werde. Er sei guter Hoffnung, dass auch er bald die Bahntrasse nutzen könne. Was dann noch fehle, seien Einkehrmöglichkeiten entlang der Trasse.

"Wer mal sehen will, will gut solch eine alte Bahntrasse nach Umwandlung in einen Radweg angenommen wird, kann sich das ja mal in Solingen am Wochenende ansehen." Der Radweg werde so gut angenommen, dass es im Sommer sogar Fahrrad-Staus gebe.

Quelle: RP
 
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