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Wermelskirchen
Radarmessstelle auf A1 ab 2017 in Betrieb

Wermelskirchen. 4,5 Millionen Euro - mit diesen Mehrerträgen aus Bußgeldern rechnet der Kreis ab 2018.

Die vom Kreistag beschlossene feste Radarmessstelle auf der Autobahn A1 zwischen Burscheid und dem Autobahnkreuz Leverkusen soll im vierten Quartal 2016 aufgestellt werden. Die Inbetriebnahme ist spätestens ab Januar 2017 vorgesehen. 19,9 neue Stellen sind dem Kreis zufolge für die Einrichtung, Inbetriebnahme dieser Blitzeranlage und Abwicklung in der Bußgeldbehörde nötig, damit verbunden überplanmäßige Kosten in Höhe von 450.000 Euro. Die muss der Kreistag beschließen. Zuvor wird in den Fachgremien diskutiert.

Die Unfallkommission hatte im Mai vergangenen Jahres in einer Sondersitzung das Aufstellen einer festen Tempoüberwachung angeordnet, weil sich dieser Bereich zu einer Gefahrenstelle entwickelt hatte. Seit Juli 2014 kam es dort zu 288 Unfällen mit 80 Verletzten, davon 15 Schwerverletzte. Kurz vor der Sondersitzung waren zwei Lastwagenfahrer bei Auffahrunfällen ums Leben gekommen. Die Polizei hatte festgestellt, dass Autofahrer in diesem Bereich die Höchstgeschwindigkeit oft deutlich überschreiten.

Die neue Anlage soll spätestens im Januar 2017 in Betrieb gehen. Die Verwaltung rechnet dann mit einer erheblichen Zunahme von Verwarn- und Bußgeldanzeigen. Dafür wird in vier Stufen zusätzliches Personal - 19,9 Stellen - eingerichtet. Die Personalkosten werden ab 2018 auf etwa 1,6 Millionen Euro hochgerechnet - bei Mehrerträgen aus Bußgeld von etwa 4,5 Millionen Euro. Für 2017 rechnet der Rheinisch-Bergische Kreis im Ergebnisplan noch etwas vorsichtiger - da sind nur Mehrerträge von 1,7 Millionen Euro ausgewiesen. Im Saldo sollen 2017 immerhin 509.000 Euro übrig bleiben, ab 2018 sind es dann 2,8 Millionen Euro, über die sich der Kreiskämmerer fortan freuen dürfte. Übrigens: Der Postversand mit Druckkosten wird ab 2018 auf rund 130.000 Euro beziffert.

Spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme soll überprüft werden, ob und in welchem Umfang der Personaleinsatz weiter notwendig ist.

Mo. 22. Februar, 18 Uhr, Kreishaus.

(sug/tei.-)
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