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Wermelskirchen
Radfahrer müssen nun über die Kölner Straße

Wermelskirchen: Radfahrer müssen nun über die Kölner Straße
Die Kölner Straße gestern Abend: Sie ist nun eine Alternativroute für Radfahrer. Die "Rechts-vor-Links"-Regelung wird zurückgenommen. FOTO: Moll
Wermelskirchen. Die Stadt weist die Straße als Alternativroute aus. Der gegenläufige Radverkehr durch die Telegrafenstraße wird damit aufgehoben, auch das linksseitige Halteverbot entfällt. Schilder werden heute abmontiert. Von Sebastian Radermacher

Seit gestern Abend ist es offiziell: Die Stadtverwaltung weist die Kölner Straße als Alternativroute für Radfahrer aus, der gegenläufige Radverkehr durch die Telegrafenstraße wird gleichzeitig aufgehoben. Das entsprechende Schild "Radfahrer frei" vor dem Eiscafé Venezia soll heute abmontiert werden, zudem wird die Fahrbahnmarkierung entfernt. Das absolute Halteverbot linksseitig auf der Telegrafenstraße gilt nicht mehr, auch diese Schilder werden abgehängt, teilte die Stadtverwaltung mit.

Die bereits im Jahr 2004 beschilderte Alltagsroute für Radfahrer (Rad-Verkehrsnetz NRW), die durch die Kölner Straße in Richtung Dhünn und Bergisch Born führt, wird damit wieder für Radfahrer sichtbar ausgewiesen. Im Zuge des Innenstadtausbaus war die rot-weiße Beschilderung abmontiert und bislang noch nicht wieder angebracht worden – seit gestern Abend hängen die Schilder wieder. "Somit ist die Kölner Straße als Teilabschnitt der genannten Alltagsroute wieder für den Radverkehr freigegeben", heißt es in der Mitteilung. Die in der Kölner Straße bislang geltende "Rechts-vor-Links"-Regelung (Schillerstraße/Stockhauser Straße) wird zurückgenommen. Ab heute haben Autofahrer und Radfahrer auf der Kölner Straße Vorfahrt.

Die vorläufige Alternativroute "Kölner Straße – Markt – Berliner Straße" in Richtung Osten gilt ab dem heutigen Freitag. Die Ausschilderung für den Panorama-Radweg "Balkantrasse" wird laut Stadtverwaltung "bis zur Entscheidungsfindung im Fachausschuss oder Rat noch nicht vollzogen". Über eine nutzerorientierte Routenführung diskutiert der Fachausschuss am Montag, 17. Juni. "Beispielsweise könnte hier dem Hinweis der Polizei Rechnung getragen werden, die Bedenken hinsichtlich der Familienfreundlichkeit der Kölner Straßen äußerte", teilte die Verwaltung mit.

"Wir mussten handeln. Es gibt nur eine Variante, die schnell umsetzbar ist – und das ist die Kölner Straße als Alternativroute", sagte Bürgermeister Eric Weik. "Ich bin zwar weiterhin dagegen, aber meine Aufgabe ist es, die Beschlüsse des Rates umzusetzen. Die Radfahrer müssen durch die Stadt geleitet werden."

Ursprünglich sollten bereits in der vergangenen Woche die Schilder für den gegenläufigen Radverkehr abmontiert und das Halteverbot aufgehoben werden. Im letzten Moment schritt aber die Bezirksregierung ein und untersagte das Ändern der Verkehrsführung, solange keine alternative Route für Radfahrer offiziell ausgewiesen wird. Das hat sich gestern geändert.

Die Stadtverwaltung hatte laut Weik ursprünglich den Plan, den Brückenweg als Alternativroute auszuweisen. "Das funktionierte aber nicht. Die bisherige Fahrbahnmarkierung hätte entfernt werden müssen, ein Übermalen hätte nicht ausgereicht. Die Maßnahme hätte mehrere Tausend Euro gekostet und wäre durch eine Fachfirma erst in einigen Wochen umzusetzen gewesen", sagte der Bürgermeister.

Quelle: RP
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