| 00.00 Uhr

Wermelskirchen
Radfahrer unterwegs in der bergischen Region

Wermelskirchen. Von Marienheide bis zum Rhein - am Trassenfest beteiligten sich acht Städte. Am Sonntag zeigte sich, dass die Ortsdurchfahrt Wermelskirchen das Nadelöhr der Fahrradtrasse ist und auch bleibt. Von Walter Schubert

Voller Begeisterung zeigte Frank Schopphoff, der Ortsvorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC), auf einer Karte auf drei neue Rundwege: "Es wird immer schöner, immer besser und immer größer", sagte er. Es sei ja langweilig, die Trasse hin- und wieder zurückzufahren. "Die Radfahrer wollen viel lieber Rundwege fahren."

Unter dem Namen "Bergisches Trassen-Trio" ist die "Aqualon-", die "Wupper-" und die "Dhünn-Runde" entstanden. Alle Strecken sind 50 bis 60 Kilometer lang. Und Kartenmaterial gibt es beim ADFC. Viele Radfahrer nutzten beim Trassenfest gestern die Informationsangebote auf dem Gelände der Firma Lambeck. Egal, aus welcher Richtung sie kamen, immer führte der Weg dort vorbei.

Die Deutsche Verkehrswacht war mit einer mobilen Werkstatt und einem Infobus vertreten. Der Bus parkte auf dem Gelände der RVK. Als ein Linienbus das Gelände verließ, schloss sich das Tor automatisch und drei Mitarbeiter waren eingesperrt. Niemand konnte das Tor öffnen, da an einem Sonntag die Büros nicht besetzt sind. Klaus Rüggeberg nahm es mit Humor. "Irgendwann kommt der nächste Bus, und dann geht das Tor wieder auf", sagte er.

Auf dem Gelände der Firma Lambeck konnten die Teilnehmer des Trassenfestes auf einem Parcours ihre Geschicklichkeit beweisen. FOTO: Nico Hertgen

Gut besucht war der Stand von Stadtverwaltung und Marketingclub WiW, wo sich die Radfahrer ihre Teilnahmekarten abstempeln lassen konnten. "In jeder der teilnehmenden Städte gibt es einen Stempel", erläuterte Florian Leßke vom Amt für Tourismus. "Ab drei Stempeln nimmt jeder an einem Gewinnspiel teil."

"Durch den Fahrradtourismus gibt es neue Übernachtungsgäste", sagte Schopphoff und zeigte ein aktuelles Angebot an der Bever-Talsperre. Dort können sich Radfahrer, die kein eigenes Zelt haben, eine kleine Holzhütte für eine Übernachtung mieten.

"Die Fahrradwege auf der ehemaligen Trasse sind ein absoluter Gewinn", sagte Michael Zech aus Wermelskirchen. Er war mit seiner Frau Ingrid in Bergisch Born gestartet. "Vielleicht fahren wir heute bis zum Rhein", sagten die beiden. Als Wermelskirchener kennen sie sich im Stadtgebiet aus - im Gegensatz zu den Radfahrern aus anderen Städten. "Ich bin froh, dass ich jetzt hier bin", sagte Volker Wilms aus Hückeswagen. "Ohne zu fragen, hätte ich den Weg wahrscheinlich nicht gefunden oder mich mehrfach verfahren." Die Ortsdurchquerung in Wermelskirchen bleibt das Nadelöhr der Trasse. Auch Radfahrer, die die Wege kennen, sind meist froh, wenn sie wieder heil auf der Trasse angekommen sind.

Sicherheit ist ein ganz aktuelles Thema, und so staunten die Besucher über einen Kopfairbag speziell für Radfahrer. Marcus Vogel von der schwedischen Firma Hövding zeigte diese neue Entwicklung.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Wermelskirchen: Radfahrer unterwegs in der bergischen Region


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.