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Wermelskirchen
Radverkehr Telegrafenstraße: Stadt schlägt jetzt vier Varianten vor

Wermelskirchen. Am 11. März dürfte die Entscheidung fallen: Dann sollen die Politiker endgültig über vier Varianten entscheiden, die abschließend den gegenläufigen Radverkehr auf der Telegrafenstraße regeln – damit im Jahr zwei nach Eröffnung der Radtrasse Ruhe einkehrt. Von Udo Teifel

Die Unfallkommission ( Vertreter von Polizei und Stadt) hat die Unfälle (1. Januar 2010 bis 30. September 2012) auf der Telegrafenstraße bewertet; sechs haben sich in dieser Zeit ereignet: zwei im September, einer im November des vorigen Jahres. Die Kommission hat den Schluss gezogen, dass linksseitig ein Fahrradschutzstreifen markiert werden soll; ebenso soll linksseitig auf der gesamten Länge der Telegrafenstraße ein absolutes Halteverbot angeordnet werden.

Durch die Festlegungen der Unfallkommission seien die Handlungsmöglichkeiten der Stadt dahingehend beschränkt, heißt es in den Beratungsunterlagen, dass "die beteiligten Behörden an die Beschlüsse der Kommission gebunden und zu einer zeitnahen Umsetzung verpflichtet" seien.

Die Stadt sieht aus fachlicher Sicht weitere Alternativvarianten zur Verbesserung des Radverkehrs. Variante 1 Ein Schutzstreifen mit Radfahr-Symbolen. Das Halten ist erlaubt, das Parken auf den Schutzstreifen nicht. Auf der linken Seite gibt es ein Halteverbot mit zeitlicher Beschränkung: Das Be- und Entladen soll von 4 bis 7 Uhr, 9 bis 10 Uhr und 12 bis 13 Uhr ermöglicht werden. Im Einmündungsbereich Telegrafenstraße werden die Pfosten auf 80 Zentimeter zurückgesetzt, um Ausweichfläche zu bekommen.

Variante 2 Übernahme der Ergebnisse der Unfallkommission, zusätzlich drei gesonderte Ladezonen (vor DM-Markt, vor der Apotheke vor der Post sowie vor dem Euro-Imbiss). Einzelhändler sehen in Ladezonen nur geringe Vorteile.

Variante 3 Hier soll der starke Individualverkehr auf der Telegrafenstraße reduziert werden. Und zwar, indem der Verkehr aus Richtung Bügeleisen an der Einfahrt in die Telegrafenstraße gehindert wird. Damit könnte der Verkehr nur aus Richtung Osten vom Brückenweg in die Telegrafenstraße fahren. Der Einzelhandel hat aber Bedenken, dass eine starke Verkehrsreduzierung zu Umsatzeinbußen führt. Grundsätzlich werde, gesteht die Stadtverwaltung ein, die Einfahrt in die Telegrafenstraße schwieriger.

Variante 4 Als eine weitere Hauptursache für Verkehrskonflikte sieht die Verwaltung den Parksuchverkehr, insbesondere der Kurzzeitparker. Die Variante sieht vor, sieben weitere Kurzzeitparkplätze (DM, ehemalige Post und vor der Stadtsparkasse) auszuweisen. Nach wie vor als Alternative wird auch der Hinweis der SPD gesehen, den Verkehr der Telegrafenstraße über die Straße "An der Feuerwache" abzuleiten. Die Verwaltung sieht in den Varianten 1 und 2 "gute und einfache Verbesserungen für den Radverkehr", die Variante 3 ziele auf die ursprüngliche Verkehrskonzeption , einer Reduktion des Verkehr, ab.

(RP/ac)
 
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