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Wermelskirchen
Radweg: Arbeiten im Zeitplan

Wermelskirchen: Radweg: Arbeiten im Zeitplan
Die Hauptarbeit besteht zurzeit darin, die acht Zentimeter dicke Tragschicht mit einer Asphaltmaschine aufzutragen – das FOTO: Radermacher
Wermelskirchen. Die Bauarbeiten an der "Balkantrasse" schreiten immer weiter voran. Der Asphalt wird aufgetragen und die Zugangsrampen hergerichtet – solange das Wetter mitspielt. Spätestens im Frühjahr soll alles fertig sein. Von Sebastian Radermacher

Die Mitarbeiter der Firma Dohrmann haben zurzeit viel zu tun. Mit einer riesigen Asphaltmaschine tragen sie auf der ehemaligen Bahntrasse ("Balkantrasse") die erste Asphaltschicht für den neuen Radweg auf. 300 bis 400 Tonnen schafft die Maschine pro Tag, berichtet Asphaltbaumeister Michael Moderow.

Bei Arbeiten auf Autobahnen können es bis zu 1500 Tonnen am Tag sein. Nur mit speziellen Schutzschuhen kann man kurz nach dem Auftragen der acht Zentimeter starken Tragschicht den Boden berühren. "Jetzt ist das Material ungefähr noch 160 bis 180 Grad heiß", sagt Moderow.

Die Bauarbeiten an der "Balkantrasse" schreiten immer weiter voran. "Wir liegen im Zeitplan", sagt Bürgermeister Eric Weik im Gespräch mit der BM. Auch die Kosten bewegen sich im vorgegebenen Rahmen. 2,9 Millionen Euro sind insgesamt für die Arbeiten des Radweges auf Wermelskirchener Stadtgebiet veranschlagt. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei rund 510 000 Euro. Die restlichen Kosten übernehmen der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen.

Arbeiten vom Wetter abhängig

Wenn es gut läuft, könnten die Arbeiten eventuell noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Das hängt aber von der Wetterlage ab. "Solange es die Temperaturen zulassen, wird gearbeitet", sagt Florian Lesske, Leiter des Amtes für Wirtschaft, Umwelt und Stadtentwicklung. Nach der Tragschicht müsse noch eine rund drei Zentimeter dicke Deckschicht aufgetragen werden.

Sollte es aber unerwartet frühzeitig Frost und Schnee geben, könnte der Zeitplan noch einmal etwas durcheinandergeraten. Bei der Stadt ist man aber optimistisch, den zeitlichen Rahmen einhalten zu können. "Wir gehen davon aus, dass die Arbeiten spätestens im Frühjahr fertig sind und der Radweg dann feierlich eingeweiht werden kann", berichtet Lesske.

6,4 Kilometer Radweg führen dann durch Wermelskirchen – über die ehemalige Bahntrasse, die Grüne Straße (dort ist die Trasse unterbrochen) und im Bereich Berliner Straße dann wieder über die Trasse. An verschiedenen Stellen werden dafür noch eigene Zugangsrampen gebaut, um den Radweg mit dem Straßen- und Wegenetz zu verknüpfen. Somit können Radfahrer den Weg künftig von mehreren Bereichen anfahren und auch verlassen. Die Rampen sollen nicht steiler als sechs Prozent sein, damit eine gut nutzbare Trasse für alle Besuchergruppen entsteht, auch für Menschen mit einer Behinderung. Auch diese Arbeiten befinden sich im Zeitplan, bestätigt Amtsleiter Lesske.

Nach der kompletten Fertigstellung wird der Radweg auf der "Balkantrasse" mit einer Länge von rund 23 Kilometern von Lennep, über Wermelskirchen bis zur westlichen Stadtgrenze Burscheids führen. Hinter einer Verlängerung der Strecke bis nach Opladen (mit Anbindung an den Rhein) steht noch ein Fragezeichen. Darüber muss der Rat der Stadt Leverkusen entscheiden.

(RP/rl)
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