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Wermelskirchen
Rathausfassade wird erst Ende 2016 fertig

Wermelskirchen. Die Stadtverwaltung korrigiert den Fertigstellungstermin. In 2017 beginnt die Sanierung der Wache. Die erhält einen Aufzug. Von Udo Teifel

Frank Kieseler lässt sich nur ungern auf einen Fertigstellungstermin festlegen. Zu oft lag er bei dem Projekt bereits daneben. Immer wieder taten sich ungeahnte neue Baustellen auf. Jetzt hat der Amtsleiter und Architekt in der Stadtverwaltung aber einen Zeitpunkt im Auge: Ende dieses Jahres soll die Sanierung der Rathausfassade endlich abgeschlossen sein.

"Wir haben keine maßhaltige Fassade", sagt der Fachmann. Das heißt: Auch wenn alles gleich aussieht, muss viel nachgearbeitet werden. So beispielsweise Fensterbänke. "Die Alu-Paneele können nicht in großer Stückzahl geschnitten werden. Es gibt Unterschiede bis zu ein, zwei Zentimeter. Fast jedes Bauteil muss angepasst werden. Das hält auf."

Die 35 Jahre alten Revisionsunterlagen, auf deren Grundlage geplant wurde, sagen nach Darstellung von Kieseler "nichts Fundiertes aus". Da würden plötzlich Leitungen auftauchen, die in keiner Zeichnung vorhanden seien, und wo zunächst geforscht werden müsse, wofür diese gelegt worden seien.

Wer im Innenhof des Rathauses steht, kann aber erahnen, wie die künftige Fassade aussehen wird. Hinter dem Gerüst ist sie schon auf der Hauptfront, wo der Bürgermeister sein Zimmer hat, befestigt. Rechts davon ist zu erkennen, dass auch die Betonsanierung in diesem Abschnitt bereits abgeschlossen ist. Im zweiten und dritten Bauabschnitt - Brückenweg bis Parkplatz - wird ebenfalls schon fleißig gearbeitet. Insgesamt müssen 20.000 Stellen freigestemmt werden, weil der Beton bis zu einer Tiefe von 15 Zentimetern porös ist. Dann erfolgt die Sanierung, danach wird die neue Dämmung aufgebracht, ehe die neue Alu-Paneele montiert wird. War Kieseler noch im September vorigen Jahres zuversichtlich, dass bis zum Sommer 2016 - trotz der 20.000 porösen Stellen - die Gerüste abgebaut werden könnten, hat er jetzt das Ziel auf Ende 2016 gesetzt.

Damit wären die Arbeiten im Bereich des Bürgerzentrums aber nicht beendet, denn dazu zählt auch die Polizeiwache. Die steht momentan leer und muss komplett saniert werden. Das gilt für die Außenfassade, ebenso wie eine Kernsanierung der Räumlichkeiten. Zudem ist ein behindertenfreundlicher Zugang vorgesehen. Kieseler: "Wir planen eine Aufzuganlage, die außen ans Gebäude gesetzt wird." Die allein kostet rund 150.000 Euro. "Wenn im Bestand so etwas gebaut wird, ist das immer erheblich teurer." Begonnen wird mit diesem Bauabschnitt erst, wenn das Rathaus fertig ist. Und erst dann, wenn die exakte Belegung der ehemaligen Wache feststeht.

Quelle: RP
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